Oldenburg - Dieses Jubiläum kann man wohl historisch nennen: Helmut Steinhauer (84) ist an diesem Dienstag seit sage und schreibe 65 Jahren beim Haus- und Grundbesitzerverein Oldenburg (Haus & Grund) tätig.

Am 1. März 1951 fing Steinhauer dort an – gleich als Bürovorsteher. 1956 wurde er – erst 24 Jahre alt – zum Geschäftsführer des Ortsverbands gewählt. Zentrales Thema damals war die Wohnraumbewirtschaftung – Oldenburg wuchs durch den Zuzug von Flüchtlingen um ein Drittel, es gab nicht genügend Wohnraum. Aktuell arbeitet Steinhauer neben der Beratungstätigkeiten noch im Beirat mit. „Dort hat ihn seine frühere Beratungstätigkeit beinahe wieder eingeholt. In der derzeitigen Diskussion um die Unterbringung der Flüchtlinge kam wieder die Wohnraumbewirtschaftung ins Gespräch. Da war und ist der Jubilar der Fachmann“ resümierte zum heutigen Jubiläum Dietrich Müller, Vorsitzender des Landesverbands Oldenburg von Haus und Grund.

„Ich bemühte mich, Verständnis zu wecken, kein Öl ins Feuer zu gießen. So schloss ich viele Vergleiche“, skizziert Steinhauer selbst sein Verständnis der Arbeit. 1970 wurde er Geschäftsführer des Landesverbands. 1976 erhielt Steinhauer vom Zentralverband Haus und Grund Deutschland die silberne Ehrennadel, 1991 folgt die goldene Ehrennadel. Im Jahr 2001, anlässlich seines 50-jährigen Jubiläums wurde ihm vom Präsidenten des Zentralverbandes die höchste Auszeichnung des Zentralverbandes, die ganz selten verliehen wird, das große Ehrenzeichen, verliehen. „Das ist von Seiten der Organisation nicht mehr zu toppen“, sagt Dietrich Müller. 2003 erhielt der Jubilar zudem das große Stadtsiegel der Stadt Oldenburg. Zur Würdigung zitiert Müller, was der langjährige Vorsitzende Klaus Stryga vor fünf Jahren gesagt hatte: „Ich verneige mich vor der großen beruflichen Lebensleistung von Helmut Steinhauer“.