HEMMELSBERG - Die Firma hat Kunden in Europa und Übersee. Ein Zukunftsmarkt liegt in Osteuropa. Man will den Know-how-Vorsprung weiter ausbauen. Die Auftragsbücher sind voll, hieß es.

Von Matthias Kosubek

HEMMELSBERG - Die Autobahn 28 in Sichtweite, aber trotzdem ablegen und nur über Nebenstraßen und -wege zu erreichen, hat im Huder Ortsteil Hemmelsberg an der nach dem Gründer benannten Wiechmannallee eine Firma ihren Sitz, die Spitzentechnologie an Kunden in ganz Europa liefert: die Weiss GWE GmbH. 80 Mitarbeiter, vor allem Verfahrenstechniker, Ingenieure und Facharbeiter, entwickeln und bauen Sicherheitsarbeitsplätze und „Reinräume“, außerdem ganze durch so genannte Lufttrennschleier geschaffene „Reinraumzonen“.

Diese werden überall dort benötigt, wo Menschen vor zu verarbeitenden giftigen Substanzen (Stäube, Gase oder Aerosole) geschützt oder Produkte vor Verunreinigungen durch eben diese Menschen bewahrt werden müssen. Zu den Abnehmern dieser Anlagen und Arbeitsplätze zur Schadstofferfassung und -absaugung gehören Firmen, die Arzneimittel, Kosmetik oder Lebensmittel produzieren, aber auch Betriebe, die Präzisionsinstrumente, optische oder elektronische Geräte herstellen, wo selbst kleinste Staubpartikel unerwünscht sind. Auch die Gentechnologie und die Biotechnologie braucht solche Arbeitsplätze. Weitere Kunden sind unter Laboren, Instituten, Universitäten, Krankenhäusern und Pathologien zu finden. Einige Namen: Aventis, Beiersdorf, Degussa und Schering.

Unter dem Markenzeichen „Wibo“, so Key-Account-Manager Rolf Bowe, sei man in Fachkreisen bekannt, habe sich in den vergangenen 25 Jahren einen bedeutenden Namen erworben. Man wolle den Know-how-Vorsprung weiter ausbauen, versicherte er kürzlich, als der Wirtschaftsausschuss der Gemeinde Hude die Firma besuchte und dort tagte. Die Auftragsbücher seien übervoll. Das solle so bleiben. Neben Deutschland habe man einen starken Markt in Frankreich, knapp 30 Prozent gehen nach Übersee. Einen guten Zukunftsmarkt sehe er in Osteuropa. „Wir sind froh, dass wir Sie in der Gemeinde haben“, zeigte sich auch Hudes Bürgermeister Axel Jahnz zufrieden.

Zum Leistungsumfang der Weiss GWE gehören die Entwicklung, Projektierung und Beratung ebenso wie die Fertigung, die Montage, die Inbetriebnahme und am Ende auch die Schulung und der Service.