HENGSTERHOLZ - Wenn das keine Überraschung war! Aus Seattle (USA) kam die E-Mail, die Ende Januar den Vorstand des TSV Hengsterholz-Havekost erreichte. Darin wurde ein Schmuckstück angeboten, von dem viele TSV-Mitglieder gar nicht wussten, dass es überhaupt existiert: die blau-rote Fahne des Vereins, 1927 angefertigt – und seit Ende des Zweiten Weltkrieges vermisst.

Damit wurde zur Gewissheit, was ältere TSV-Mitglieder vermuteten. Ein alliierter Soldat hatte die Fahne als Andenken mitgenommen.

Die Enkelin des Veteranen, so hieß es jetzt vom TSV, habe beim Aufräumen nicht so recht gewusst, was sie mit dem Fundstück anfangen sollte. So habe sie die Fahne einem Bekannten gegeben, der sie via Ebay versteigern sollte. Doch so weit kam es nicht: Ein deutscher Bekannter des Bekannten, der an der Uni von Seattle lehrt, wurde auf die Fahne aufmerksam – und begann im Internet zu recherchieren. So stieß er auf den TSV.

In Hengsterholz/Havekost war man zunächst gar nicht sicher, ob das Fundobjekt wirklich vom TSV stammt. Sicherheit verschaffte erst eine alte Bestellung, auf der auch das gestickte Emblem genau beschrieben war.

Mittlerweile ist die Fahne wieder im Eigentum des Vereins, man habe sie „nach 65-jährigem Exil wieder nach Haus geholt“.


Mit einer „Willkommensfeier“ soll sie nun begrüßt werden. Dazu lädt der Vorstand am 89. Gründungstag des Vereins, Freitag, 7. Mai, um 19 Uhr ins Sportlerheim ein. Alle Vereinsmitglieder und interessierten Dorfbewohner sind willkommen. Fürs leibliche Wohl sei gesorgt.