Jever - Braucht der Mensch eigentlich ständig ein neues Mobiltelefon? Offensichtlich ja. Denn das Neue kann ja dieses oder jenes viel besser oder ist einfach nur „angesagt“. Und fast jeder hat irgendwo in der Schublade ein oder sogar mehrere „veraltete“ Handys unbenutzt liegen. Mit dieser Verschwendung setzen sich die Schüler der Wirtschaftsinformatikklasse der Berufsbildenden Schulen Jever in einem Projekt auseinander – und das nicht nur rein theoretisch.
Sie wollen so viele alte Mobiltelefone sammeln wie möglich und am Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung „Die Rohstoff-Expedition“ teilnehmen. 83 Millionen alte Handys liegen bundesweit ungenutzt in den Schubladen herum. Davon müssten auch einige in Friesland zu finden sein, so die Überlegung der Schüler. „Jedes Handy, auch der älteste ,Knochen’, enthält Rohstoffe, die es sich lohnt zu recyceln.“
Und das ist der zweite Teil ihres Projekts: Die jungen Leute informieren sich über wirtschaftliche Kreisläufe, Gewinnung von Rohstoffen und deren Nutzung. Und da ist ein Handy ein gutes Beispiel. Denn jedes Handy enthält Rohstoffe, die jetzt schon weltweit knapp werden. Herstellerländer fangen schon an, diese Stoffe, wie zum Beispiel die so genannten „Metalle der Seltenen Erden“, zu horten. Da macht es Sinn, sich intensiv um das Recycling zu kümmern.
Um beim Wettbewerb möglichst erfolgreich zu sein, haben die Schüler Sammelstellen eingerichtet. Zurzeit können Altgeräte in der BBS Jever, im Rathaus Jever, in der NWZ -Redaktion am Kirchplatz und in einer Reihe von Geschäften der Stadt abgegeben werden. Geplant ist auch, in Schortens, Sande und Hohenkirchen Sammelstellen einzurichten.
Die Sammlung haben die Wirtschaftsinformatiker mit einer Tombola verbunden: Wer eine der bei den Sammelboxen liegenden Karten ausfüllt, nimmt automatisch an der Verlosung teil.
