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Tourismus Herberge setzt auf natürlichen Charme

Martin Thaler

Nordenham - Für Nicole Jatsch und Anke Steenken ist ein Rundgang durch ihre Arbeitsstätte momentan das pure Vergnügen. Schließlich können die beiden Leiterinnen der Nordenhamer Jugendherberge einiges vorweisen: Die Räumlichkeiten an der Strandallee erstrahlen in neuem Licht, beziehungsweise in neuen Farben. „Alle Gästezimmer, die Seminar- und Speiseräume und der Eingangsbereich wurden neu gestrichen“, erzählt Nicole Jatsch. Zudem wurden neue Gardinen und Lampen angebracht, etliche neue Bilder aufgehängt und die Seminarräume mit neuen Tischen und Stühlen ausgestattet.

Zahlreiche Neuerungen

Fast schon scheint vergessen, dass im vergangenen Jahr eine umfassende Modernisierung und Neuausrichtung des Hauses an der Strandallee scheiterte. Die Stadt Nordenham sah sich damals nicht in der Lage, den Umbau mit den vom Jugendherbergsverband Unterweser-Ems veranschlagten 200  000 Euro zu fördern. „In dieser Hinsicht gibt es leider nichts Neues“, berichtet Anke Steenken.

Dennoch hat sich in der Jugendherberge einiges getan: Bereits im Eingangsbereich werden die Neuerungen sichtbar. Statt in dunklen Rot-Tönen sind die Wände nun in weiß gehalten, einzig unterbrochen von einer großen gemalten Eidechse. Ein Blickfang für alle Neuankömmlinge. Auch die dunklen Ledersessel sind verschwunden, stattdessen laden nun hellbraune Korbstühle zum Hinsetzen und Verschnaufen ein. „Wir wollten die Jugendherberge freundlicher und heller gestalten“, erklären die beiden Leiterinnen die Renovierungsmaßnahmen.

Eigens für die Neudekorierung ließen sich Anke Steenken und Nicole Jatsch von der Farbgestalterin Ilka Hohmann beraten. Eine Frau, die weiß worauf es bei der Herbergs-Neugestaltung ankommt. Über 20 Jahre lang leitete sie die Jugendherberge auf der Nordseeinsel Langeoog. „Wir haben gemeinsam ein Farbkonzept erstellt und nun unter anderem einige Grüntöne einfließen lassen“, berichtet Anke Reenken. Die Idee hinter der neuen Farbwahl: „Unser Haus liegt schließlich inmitten der Natur. Dies soll sich auch im Gebäude widerspiegeln.“

Positive Reaktionen

Die ersten Reaktionen auf die insgesamt 36 000 Euro teure Umgestaltung fallen dann auch positiv aus. „Von unseren Stammkunden, die ja noch den Urzustand kennen, haben wir viel Lob erhalten“, freuen sich die beiden Leiterinnen.


So ist auch die Hoffnung groß, an das Vorjahresergebnis anknüpfen zu können, auch wenn im vergangenen Jahr die angestrebte 14 000er-Besuchermarke mit 13920 Übernachtungen knapp verfehlt wurde. „In diesem Jahr haben wir bislang 11 820 feste Buchungen“, sagt Nicole Jatsch. „Wir gehen davon aus, die Vorjahreszahlen wieder erreichen zu können.“ Den Großteil der Besucher bilden dabei nach wie vor Schulklassen, gefolgt von anderen Gruppenreisen.

Damit zudem mehr Familien den Weg in die Nordenhamer Herberge finden, wurde auch am Programmangebot gearbeitet. Das Ergebnis: Eine Erweiterung des Angebots, beispielsweise durch die Programme „Wunschlos Glücklich und Meer“ oder „Der Natur auf der Spur“, bei dem auf der Wiese vor der Jugendherberge sein Zelt aufgeschlagen darf.

Auch in diesem Winter, wenn die Urlaubssaison vorbei ist, soll in der Herberge wieder gewerkelt werden. „Die Bäder im Neubau sollen dann saniert werden“, gibt Anke Steenken Auskunft. Schließlich soll auch in Zukunft der Gang durch die Herberge ein Vergnügen bleiben.

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