Ganderkesee - Blüte und Wurzel müssen weg – dann ist der Riesen-Bärenklau, auch Herkulesstaude genannt, praktisch unschädlich. Die acht Mitglieder der Nabu-Ortsgruppe Ganderkesee und der Umweltschutzbeauftragte der Gemeinde, Carsten Wünker, mussten am Sonnabend wieder allergrößte Vorsicht walten lassen, als sie den Neophyten bekämpften und seine Standorte kartierten. Denn der Saft der Staude führt bei Hautkontakt verbunden mit Sonnenlicht zu verbrennungsähnlichen Symptomen.
Mehr als 20 Anrufe mit Hinweisen auf Standorte im öffentlichen Raum hatte der Nabu zuvor erhalten – einige seien allerdings doppelt genannt worden, so Fingerhut. Die Schwerpunkte würden aktuell an der Wiggersloher Straße und an der Dummbäke in der Nähe des Wichernstifts in Elmeloh liegen. Ärgerlich für die Aktiven: In Wiggersloh war eine große Fläche kurzfristig gerodet worden, so dass eine Entfernung des Wurzelwerks unmöglich wurde.
Immerhin: Die Bemühungen von Nabu und Gemeinde seit nunmehr sieben Jahren fruchten: Frühere Standorte des Riesen-Bärenklaus wie der Ortseingang an der Grüppenbührener Straße (Ganderkesee) oder der Bereich der Querspange (Hoykenkamp) seien inzwischen frei von der ungeliebten Pflanze, so Wünker.
