HERNE/SAABRüCKEN - Der Aufsichtsrat der RAG Deutsche Steinkohle hat sich am späten Freitagabend auf ein Ende des Bergbaus im Saarland im Jahr 2012 verständigt. Zu diesem Zeitpunkt solle die Kohleförderung im Bergwerk Saar endgültig eingestellt werden. Das Gremium habe die Unternehmensführung ermächtigt, Pläne zu erarbeiten, sagte der saarländische Innenminister Klaus Meiser (CDU) nach der Sitzung in Herne.

Seit dem stärksten Grubenbeben im Saarland am 23. Februar ruht der Abbau in dem Bergwerk in Ensdorf. Die neuen Pläne sollen bei der nächsten Aufsichtsratssitzung am 2. April verhandelt werden.

Das Unternehmen verzichte auf den Abbau im bebenträchtigen Kohlefeld Primsmulde Süd und im noch nicht erschlossenen Nord-Feld, sagte Meiser. Einem Gutachten zufolge sei ein sicherer und für die Menschen über Tage gefahrloser Kohleabbau dort nicht möglich.

Die Landesregierung hatte nach dem Beben am 23. Februar einen Abbaustopp für Primsmulde Süd verfügt. Bis zum Jahr 2012 will die RAG stattdessen im Flöz Grangeleisen des Bergwerks weiter Kohle fördern.

Dies würde die Fördermenge des Bergwerks auf ein Drittel der bisherigen Leistung reduzieren.