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FREIZEIT Endspurt beginnt an der Kaje

FRIEDERIKE KLOTH

HIDDIGWARDEN - Tüftler aus der Wesermarsch: Mit seinem neuen Spiel „Le Havre“ hat Hanno Girke aus Hiddigwarden den zweiten Platz beim Deutschen Spielepreis erhalten. Zusammen mit Autor Uwe Rosenberg hat der 37-Jährige vom Verlag „Lookout“ das Spiel entwickelt. Die Vorlage dazu fand er quasi vor der Haustür. Denn das Ziel des Brettspiels ist es, durch den Handel in einem fiktiven Hafen zu Wohlstand zu kommen. „Wir haben extra einen exotischen Namen für den Umschlagplatz gewählt. Jade-Weser-Port wäre etwas zu trocken“, erzählt Girke, der mit seinem Spiel „Agricola“ im vergangenen Jahr sogar den ersten Platz beim Deutschen Spielepreis belegte.

Auch Einzelspieler

Er entwickelt seit neun Jahren Spiele für seinen Verlag. „Doch auch schon vorher habe ich mich dafür interessiert“, erklärt der gelernte Statistiker. Bei „Le Havre“ legt er Wert darauf, dass man es auch allein spielen kann. „Das ist bei den meisten Produkten nicht möglich. Ich will aber auch die Zielgruppe erreichen, die sonst allein am Computer sitzt“, so Girke.

Handel am Hafen

Die Nachbarskinder Regina und Moritz hat er schon überzeugt. „Ich finde das Spiel gut, weil es einfach zu lernen ist“, sagt Moritz. „Auf den ersten Blick sind es viele Felder und Kärtchen. Doch es geht nur darum, Waren am Hafen möglichst geschickt an den Mann zu bringen“, erklärt Girke.


Er hat gemeinsam mit dem Autor ein Jahr an dem Konzept gearbeitet. „Erst kommt die Idee. Dann fängt man an zu basteln, irgendwann gibt es dann einen Prototypen. Damit werden viele Testrunden mit Freunden und Bekannten gespielt. Im Verlag nehmen dann Redakteure das Spiel unter die Lupe. Da wird dann vor allem an der grafischen Darstellung gearbeitet.“

Den Preis bekommt Hanno Girke im Oktober auf der Messe „Spiel“ in Essen.

Hafenwirtschaft auf dem Küchentisch

Beim Spiel „Le Havre“

geht es darum, seine Waren an einem fiktiven Hafen möglichst geschickt zu verkaufen. Jeder Spieler fängt klein an, kann sich aber nach und nach ein kleines Handelsimperium aufbauen.

Mit den

ankommenden Rohstoffen baut man den Hafen immer weiter aus. Gebäude entstehen, schließlich eine kleine Stadt.

Gewonnen

hat der Spieler, der am Ende das größte Vermögen gesammelt hat. Doch beim Handeln ist Vorsicht geboten. So muss zur Erntezeit daran gedacht werden, den Lohn für die Arbeiter zu entrichten.

Weitere

Spiele aus dem Verlag von Hanno Girke sind „Agricola“ und „Magister Navis“.
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