HIDDIGWARDEN - Tüftler aus der Wesermarsch: Mit seinem neuen Spiel „Le Havre“ hat Hanno Girke aus Hiddigwarden den zweiten Platz beim Deutschen Spielepreis erhalten. Zusammen mit Autor Uwe Rosenberg hat der 37-Jährige vom Verlag „Lookout“ das Spiel entwickelt. Die Vorlage dazu fand er quasi vor der Haustür. Denn das Ziel des Brettspiels ist es, durch den Handel in einem fiktiven Hafen zu Wohlstand zu kommen. „Wir haben extra einen exotischen Namen für den Umschlagplatz gewählt. Jade-Weser-Port wäre etwas zu trocken“, erzählt Girke, der mit seinem Spiel „Agricola“ im vergangenen Jahr sogar den ersten Platz beim Deutschen Spielepreis belegte.
Auch Einzelspieler
Er entwickelt seit neun Jahren Spiele für seinen Verlag. „Doch auch schon vorher habe ich mich dafür interessiert“, erklärt der gelernte Statistiker. Bei „Le Havre“ legt er Wert darauf, dass man es auch allein spielen kann. „Das ist bei den meisten Produkten nicht möglich. Ich will aber auch die Zielgruppe erreichen, die sonst allein am Computer sitzt“, so Girke.
Handel am Hafen
Die Nachbarskinder Regina und Moritz hat er schon überzeugt. „Ich finde das Spiel gut, weil es einfach zu lernen ist“, sagt Moritz. „Auf den ersten Blick sind es viele Felder und Kärtchen. Doch es geht nur darum, Waren am Hafen möglichst geschickt an den Mann zu bringen“, erklärt Girke.
Er hat gemeinsam mit dem Autor ein Jahr an dem Konzept gearbeitet. „Erst kommt die Idee. Dann fängt man an zu basteln, irgendwann gibt es dann einen Prototypen. Damit werden viele Testrunden mit Freunden und Bekannten gespielt. Im Verlag nehmen dann Redakteure das Spiel unter die Lupe. Da wird dann vor allem an der grafischen Darstellung gearbeitet.“
Den Preis bekommt Hanno Girke im Oktober auf der Messe „Spiel“ in Essen.
Hafenwirtschaft auf dem Küchentisch
