Wildeshausen - Das harmonische Zusammenleben von Vogel und Mensch nimmt der Nabu (Naturschutzbund) zum Anlass, die Plakette „Hier sind Schwalben willkommen“ zu verleihen. Dötlingens Nabu-Sprecherin Marianne Steinkamp bedankte sich bei den Verantwortlichen des Golfclubs Wildeshauser Geest dafür mit einer Urkunde und einer Plakette für diesen „wichtigen Beitrag zum Artenschutz“. Als Präsent wurde ein Nistkasten gespendet, den der Greenkeeper Heiko Beneke erfreut in Empfang nahm.
„Schwalben als Kulturfolger sind darauf angewiesen, dass sie von den Menschen in ihrer direkten Umgebung toleriert werden“, betont die Naturschützerin.
Auf dem Gelände des Golfclubs sind die Rauchschwalben seit vielen Jahren heimisch. „Die Umsiedlung aus dem Geräteschuppen an die Nistbrettchen, die eigens für sie am Vereinshaus angebracht wurden, haben die Schwalben gut angenommen. Auf dem weitläufigen Gelände finden die guten Flieger genug Nahrung und Baumaterial am Ufer des Teiches ist auch vorhanden“, so der Platzwart Gerhard Menke.
Dieses Jahr sind fünf Nester besetzt. Die kleinen Vogelkinder lugten schon vor kurzem über den Nestrand. Präsident Carsten Löwenkamp kann sich gut vorstellen, dass der Golfclub für zukünftige Projekte des Nabu offen ist. Als Beispiel wurden Hilfsaktionen für Insekten oder auch Areale für Bodenbrüter genannt.
Den Kontakt zum Golfclub hatte Eva Heinke, Sprecherin des Nabu Harpstedt hergestellt. Sie freute sich über die gelungene Aktion.
Die Rauchschwalbe hat es nach Nabu-Angaben in Städten und Dörfern besonders schwer, denn sie nistet im Inneren der Gebäude, in Stallungen, Garagen, Werkstätten. Dass solche Gebäude offen zugänglich sind, werde immer seltener. „Eigentümer, die aus Rücksicht auf die Schwalben während der Brutzeit die Fenster oder Tore offen lassen oder anderweitig Hilfestellung leisten, verdienen unsere Anerkennung“, so der Nabu.
Mit dem Projekt „Schwalben willkommen“ möchte der Nabu niedersachsenweit auf die Schutzbedürftigkeit der als Glücksbringer verehrten Vögel aufmerksam machen. Das Projekt wird von der niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung gefördert.
