Friesoythe - Bei Gabriele Emken-Schmidt bekommen Schwangere und Mütter Rat und Hilfe. Seit April bietet die Diplompädagogin eine offene Schwangerenberatung im Haus der Caritas, Barßeler Straße 24, an, für die kein Termin notwendig ist. Der Sozialdienst katholischer Frauen Cloppenburg (SkF) ist der Träger. Die NWZ  fragte nach, mit welchen Problemen Schwangere und Mütter zu ihr kommen.

„Oft sind es finanzielle Probleme oder Ärger mit dem Arbeitgeber“, sagt Gabriele Emken-Schmidt. Dabei hilft ihr die enge Vernetzung mit der Schuldnerberatung, die auch im Haus untergebracht ist, und ein gutes Verhältnis zum Jobcenter. Sie vermittelt zwischen Letzterem und ihren Klienten. Sie hilft, Zuschüsse für Umstandskleidung oder für Möbel für Babys zu beantragen. Mit der Bundesstiftung Mutter und Kind ist sie ebenfalls vernetzt. Dort hat die Schwangerenberatung im Jahr 2012 bei 320 Anträgen geholfen. 176 930 Euro wurden bewilligt.

Zu den Frauen, die zu Gabriele Emken-Schmidt kommen, zählen viele Osteuropäerinnen, die die deutschen Gesetze nicht kennen. Wie zum Beispiel eine Ukrainerin, der gekündigt wurde, als sie schwanger wurde. Damit hätte sie auch ihr Visum für Deutschland verloren. Geklärt ist der Fall noch nicht, vorerst arbeitet sie für ihren bisherigen Arbeitgeber weiter.

Manche Fälle sind mit einem Treffen erledigt. In anderen ist mehr Zeit nötig. Dafür gibt es die termingebundene Schwangerenberatung. Neben Gabriele Emken-Schmidt bietet das in Friesoythe Martina Janhsen an. „Gerade Mütter im Alter zwischen 18 und 21 Jahren haben Angst, und wissen nicht, was auf sie zukommt“, erzählt Martina Janhsen. Die Sozialpädagogin hilft den jungen Frauen, sich auf das Kind vorzubereiten.

Ohne Termin können Mütter und Schwangere mittwochs von 9 bis 11 Uhr zu Gabriele Emken-Schmidt ins Haus der Caritas, Barßeler Straße 24, kommen. Mittwochvormittags und Dienstagnachmittags wird nach Termin beraten. Zudem gibt es Freitags von 9 bis 11 Uhr eine Sprechstunde des Familienhebammendienstes.


Weitere Infos unter t   04471/9582890.