Bösel - Der Arbeitskreis „Hilfe für Tschernobyl-Kinder“ hat eine neue Heimat gefunden: Seit Kurzem ist der Arbeitskreis nun in den neuen Räumlichkeiten an der Fladderburger Straße 10 in Bösel beheimatet und möchte diese nun an diesem Sonntag, 16. Oktober, beim „Tag der offenen Tür“ der breiten Öffentlichkeit vorstellen und über seine Arbeit informieren. Los geht es um 14 Uhr.
Hilfe in Weißrussland
Seit nunmehr 21 Jahren fährt die Hilfsorganisation schon mit zwei bis drei Lkws in den Osterferien humanitäre Hilfstransporte nach Weißrussland. Hintergrund ist die Kernreaktorkatastrophe 1986 in Tschernobyl (Ukraine). „Wir sammeln insbesondere tragbare Kleidung“, sagte Martin Pille, der seit vielen Jahren dem Arbeitskreis angehört. „Vor allem warme Kleidung für Kinder und ältere Leute“, fügte der Vorsitzende Ludwig Wreesmann hinzu. Aber auch alles, was für den täglichen Bedarf von Nöten ist, wie zum Beispiel Gehhilfen, Rollatoren oder Hörgeräte, sind gerngesehen.
Lebensmittel und Medikamente indes werden nicht angenommen. Die Güter werden dann vom Weißrussischen Roten Kreuz an die Bedürftigen verteilt. Der Arbeitskreis fährt außerdem selbst den Ort Retschitza an und verteilt Hilfsgüter. „Man kennt uns dort“, erklärte Pille. Zudem ermöglicht der Arbeitskreis jedes Jahr 25 weißrussischen Kindern mit ihren beiden Betreuern einen dreiwöchigen Erholungsaufenthalt im Landkreis Cloppenburg. Die Kinder werden in Gastfamilien untergebracht.
Die Hilfsorganisation, die für den gesamten Landkreis zuständig ist, hatte bereits verschiedene Lager in Bösel. Nun hat ihnen Josef Brunnberg ein Lager auf dem ehemals Brüggemannschen Hof zur Verfügung gestellt. „Wir sind sehr dankbar dafür“, freut sich Martin Pille. Nach einigen Umbaumaßnahmen hat der Arbeitskreis das Lager so eingerichtet, dass das Arbeiten „gut von der Hand geht“.
Neues Lager in Bösel
Es entstand ein Packraum, ein Lager für Rohware, ein weiträumiges Lager für die fertigen Pakete und andere Hilfsgüter sowie ein kleiner Aufenthaltsraum.
Hier packen freiwillige Helferinnen der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschland (KFD) jeden Montag von 14 bis 18 Uhr die Pakete für Weißrussland. In dieser Zeit ist die Anlieferung der Güter für Jedermann möglich.
Der Arbeitskreis freut sich am „Tag der offenen Tür“ über jeden Besucher.
