Oldenburg - An den Risikofaktoren geht kein Weg vorbei. Bluthochdruck und Übergewicht, regelmäßiger Alkohol- und Zigarettengenuss, Diabetes und Herzrhythmusstörungen – wer mit diesen Symptomen zu tun hat, muss damit rechnen, plötzliches Opfer eines Schlaganfalls zu werden.
Über die Risikofaktoren wurde deshalb am Sonnabend in der Universität Oldenburg ebenso berichtet wie über verschiedene Möglichkeiten der Hilfe und Unterstützung nach einem Schlaganfall. Zwei Tage beschäftigten sich Experten und Betroffene sowohl in Vorträgen und Diskussionen eines Symposiums als auch auf einem „Markt der Möglichkeiten“ mit Fragen der Nachsorge von Schlaganfallpatienten.
Organisiert wurde die Veranstaltung von der Beratungsstelle „Stroke“. Die von Prof. Dr. Gisela Schulze geleitete Einrichtung gehört zum Ambulatorium für Rehabilitation des Instituts für Sonder- und Rehabilitationspädagogik.
Nachdem am Freitag Wissenschaftler aus den Bereichen Medizin und Rehabilitation verschiedene Perspektiven zur interdisziplinären Versorgungsforschung diskutiert hatten, gab es am Sonnabend für Betroffene sowie Angehörige und Freunde die Möglichkeit, sich konkret auf einem „Markt der Möglichkeiten“ zu informieren, welche Unterstützung und Hilfe es beim Leben nach dem Schlaganfall gibt.
Ergänzt durch Vorträge und Workshops stellten mehrere regionale Einrichtungen und Anbieter ihre unterschiedlichen Leistungen vor. Koordinatorin Jana Alber: „Wir wollen nicht nur über das Krankheitsbild Schlaganfall aufklären, sondern auch eine Möglichkeit schaffen, sich auszutauschen.“ Dabei habe es sich als besonders hilfreich erwiesen, die Veranstaltung in enger Zusammenarbeit mit dem evangelischen Krankenhaus zu organisieren.
Zu den Einrichtungen, die am Sonnabend ihre Leistungen vorstellten, gehörte beispielsweise das Gesundheitsamt Oldenburg, aber auch das Sprachheilzentrum der Arbeiterwohlfahrt oder ein Fahrradgeschäft, das spezielle Dreiräder vorführte.
Mehrere Selbsthilfegruppen sowie der Verein für Hirn-Aneurysma waren auf der Aufstellung außerdem vertreten – ebenso wie eine Praxis für Logopädie und eine Beratungsstelle für unterstützte Kommunikation, die Geräte demonstrierte, die helfen können, wenn jemand nach einem Schlaganfall die Sprache verloren hat.
