HILKENBROOK - Als aktiver Segelsportler hat man es im nordrhein-westfälischen Wuppertal nicht leicht. Daher wollte Jürgen Brück gemeinsam mit Ehefrau Heike und Sohn Torben „näher zum Wasser“. 40 bis 50 Häuser hatten sie sich zwischen Nordseeküste und Oldenburger Land angeschaut. Dass es die Familie aus dem bergischen Land vor rund zwölf Jahren dann schließlich nach Hilkenbrook verschlagen hat, damit hatte der 48-jährige Elektromeister damals nicht gerechnet. „Das war eher zufällig“, sagt Brück. Das Haus am Buchenweg stand zum Verkauf und man habe sich in dem Dorf auf Anhieb wohl gefühlt. Da sei die Entscheidung nicht schwer gefallen, in den Ort auf der Grenze zwischen den Landkreisen Cloppenburg und Emsland zu ziehen.
Viel unterwegs
Dass diese Entscheidung für die dreiköpfige Familie richtig gewesen sei, habe sie schnell feststellen können. „Unsere Nachbarn haben uns herzlich aufgenommen und die Dorfgemeinschaft ist erstklassig“, sagt Brück, der als Elektromeister in einer Papenburger Firma arbeitet. Zudem gibt es einen Kindergarten und eine Grundschule. Jetzt ist Sohn Torben zwar schon 13 Jahre alt und geht auf das Friesoyther Gymnasium, beim Umzug im Jahr 2000 „war uns aber wichtig, dass es diese beiden Einrichtungen im Ort gab“.
Wenn es in Hilkenbrook dann mal zu langweilig wird, setzen sich Brücks gerne aufs Rad oder ins Auto und fahren los: „Wir sind viel unterwegs und haben im Umkreis von 100 Kilometern wohl alle Sehenswürdigkeiten gesehen. Es gibt nichts, was wir noch nicht gesehen haben“, sagt der 48-Jährige lächelnd. In direkter Nähe seien der Barßeler Hafen und der Friesoyther Stadtpark Orte, die sie sehr mögen. Weniger mag Jürgen Brück die hohe Dichte an Mastställen. „Ich kann die Belange der Landwirte zwar verstehen, „aber man muss auch auf die Ausgewogenheit der Landschaft achten.“ Ansonsten sei man in Hilkenbrook zufrieden und „längst angekommen“.
Nach und nach rückte bei Familie Brück auch der Handballsport in den Mittelpunkt. Torben wollte unbedingt Handball spielen und da kam als nächstliegender Verein die Handballspielgemeinschaft (HSG) Friesoythe in Frage. Fahrten zum Training und zu Spielen war für den Familienvater selbstverständlich. Der Kontakt zu weiteren Vereinsmitgliedern wurde intensiver, es entstanden Freundschaften.
HSG-Vorsitzender
Seit 1. Juli 2011 ist Jürgen Brück Vereinsvorsitzender der HSG. „Die Vorstandsarbeit macht mir großen Spaß. Wir sind ein Team“, sagt der Elektromeister. Was allerdings immer schwieriger sei, so sagt er, sei es, Ehrenamtliche zu finden. Personen, die sich in der HSG engagieren wollen, könnten ihn jederzeit ansprechen (info@hsg-friesoythe.de).
Besonders stolz ist der Vereinsvorsitzende auf die Jugendarbeit. „Eine wahre Talentschmiede“, so Brück. Froh ist er auch, dass das vergangene turbulente Jahr im Herrenbereich (Spielgemeinschaft mit Garrel aufgelöst, Trainer weg) erfolgreich angegangen worden sei. „Wir haben den Verein auf Null gesetzt und starten jetzt wieder neu durch. Das funktioniert sehr gut.“
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