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Praktikum Hineingeschnuppert in den Traumberuf

Hans Passmann

Barßel - Er hat gesägt, geschraubt, gehämmert und Latten geschleppt. „Ich durfte richtig viel mitarbeiten“, berichtet Kevin Tholen stolz. Drei Wochen lang, von Mitte September bis Anfang Oktober, hat der 15-jährige Schüler der Klasse 9a der Hauptschule Barßel ein Praktikum bei einem Edewechter Handwerksbetrieb absolviert.

„Hat viel Spaß gemacht“

Was er dort erlebt und gelernt hat, präsentierte er am Donnerstag im Rahmen einer Praktikumsausstellung in der Aula des Schulzentrums gemeinsam mit seinen Mitschülern aus den Klassen 9a und 9b.

„Ich habe viel gelernt im Praktikum, bin mit auf Baustellen gegangen und habe auch auf Dächern gearbeitet“, erklärt der 15-Jährige seinen Arbeitstag. „Zimmerer zu werden, ist mein Wunschberuf“, betont der Neuntklässler.

Eher ungewöhnlich war es für die 14-jährige Nelly Willms, auf ein Dach zu klettern. Sie absolvierte ihr Praktikum bei einer Zimmerei in Elisabethfehn. „Bei einem Richtfest stand ich ganz oben im First“, ist sie stolz.

Auf der Erde blieb dagegen Vanessa Horn (15). Sie hatte in einem Blumengeschäft mitgeholfen. Sträuße binden, Blumen drahten, Blumen gießen sind nur einige ihrer Tätigkeiten gewesen. „Es hat Spaß gemacht. Floristin könnte ich mir als Beruf vorstellen“, lautet ihr Fazit.


Einen Ausflug in die Tierwelt machte Oliver Witting. In einer Tierhandlung hat er Tiere gefüttert, Käfige gesäubert, Kunden beraten und Tierbedarf verkauft. Er kann sich vorstellen, diesen Beruf später mal auszuüben.

Für Vitali Leinweber hat sich das Praktikum als Metallbauer bezahlt gemacht. „Ich kann nach der Schule dort eine Ausbildung beginnen“, freut sich der 15-Jährige.

„Alle profitieren davon“

„Einige der Schüler haben bereits eine Lehrstelle erhalten“, zog Lehrer Dietmar Trimpop ein positives Resümee der Praktikumszeit. Insgesamt haben 46 Schüler in fremde Arbeitsbereiche hineingeschnuppert. Auch habe es nur gute Kritiken von den Firmen an die Schüler gegeben. Die Praktikumsauswertung erfolgte im Unterricht. „Wir haben besprochen, was gut und schlecht war, Plakate erstellt und die Ausstellung vorbereitet“, so Trimpop.

„Von so einem Praktikum profitieren Schüler und Betriebe gleichermaßen, weil jede Seite feststellen kann, ob sie zueinander passt“, bilanzierte Rektor Werner Sandmann.

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