Wo Handel und Gewerbe angesiedelt sind, muss die Natur nicht zwangsläufig zurückstecken. Ein gutes Beispiel dafür, wie auch in stark wirtschaftlich genutzten Bereichen Flächen ökologisch aufgewertet werden können, zeigt sich im Gewerbegebiet Ganderkesee-West an der A 28. Die Randbereiche und einige Grünflächen zwischen den Firmengebäuden haben sich mittlerweile zu einem Insektenparadies entwickelt. Hier blühen viele „insektenfreundliche“ Pflanzen wie Margerite, Gemeiner Natterkopf, Wiesenflockenblume, Färberkamille, Karde, Färber-Wau oder Wilde Malve. Ein großes Insektenhotel bietet außerdem Wildbienen Nistmöglichkeiten. Auch zahlreiche Schmetterlingsarten, Heuschrecken und Wildbienen (kleines Bild) haben sich dauerhaft angesiedelt. Besonders schöne Flächen finden sich hinter dem Netto-Zentrallager an der Straße Brüning auf der linken Seite. Wichtig sei, so Landschaftsökologe Klaus Handke, solche Flächen erst spät im Jahr und niemals vollständig abzumähen, so dass immer ein kleiner Bereich stehen bleibt. Pia Handke