„OB will Hochhäuser in der Innenstadt“ (Ð vom 9. März 2011)
(...) Oldenburg ist eine Stadt mit Flair und viel Zuspruch; eine grüne Gartenstadt mit vorwiegend kleinteiliger Bebauung. Die angedachten 15-stöckigen Hochhäuser (dies entspricht mindestens ca. 42 m Höhe!) im Innenstadtring sind da das vollendete Kontrastprogramm. Unfassbar! Der Ausbau des Fliegerhorstes wird dagegen wegen des ungelösten Verkehrsproblems Bahnübergang Alexanderstraße abgelehnt.
Ich möchte an dieser Stelle einen gleichwertigen Vorschlag unterbreiten. Natürlich muss man das Problem Bahnübergang und fehlender Wohnraum gesamtheitlich lösen und am besten auch gleich das innerstädtische Parkproblem mit abarbeiten. Ganz im Sinne der Übermorgenstadt sollten wir in Oldenburg den Bau einer U-Bahn planen!
Die günstigen Arbeitskräfte kommen aus China, die erforderlichen statischen Berechnungen aus Pakistan, die Tunnelbautechnik aus Österreich und die Fördergelder aus der EU! Das alles ist günstig – na ja, bis auf die Österreicher – und wir machen gleichzeitig eine großen Schritt in Richtung „ökologische Stadt“. Ach – nein, das geht ja gar nicht, denn wir haben ja „nur“ eine China-Initiative! Pakistan und Österreich sind dort nicht vorgesehen. Schade.
Oder war das jetzt nur ein verspäteter Beitrag des Rathauses zum Karneval?
Trotzdem vielen Dank für die tollen bürgerfernen und Oldenburg-fremden Konzepte der letzten fünf Jahre. Ich freue mich riesig auf die verbleibenden drei tollen Jahre.
Matthias Hambrock, Oldenburg
Als Oldenburger Bürger (64 Jahre alt) ist mir der Gedanke an eine derartige Bebauung (...) unerträglich!
Fahren Sie bitte nach Bremen oder Bremerhaven, um in der Nähe zu bleiben, dort können Sie sich Hochhäuser und deren Wirkung ansehen. Auch die damit verbundenen Probleme werden Ihnen sicher von den zuständigen Sozialarbeitern und auch von den Ordnungshütern berichtet werden.
Ich glaube, dass die Wohnungsnot extrem hochgepuscht wird, und die Zukunft wird zeigen, dass auch in Oldenburg die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Auf den Flugplatz als Wohnareal zu verzichten, ist in meinen Augen ein fataler Fehler!
Glückwunsch zu der Idee, ein Brainstorming zu veranstalten. So kann eine für Oldenburg praktikable Lösung gefunden werden.
Wolfgang W. Weber, Oldenburg
Was will dieser Oberbürgermeister Prof. Dr. Gerd Schwandner aus unserer schönen Gartenstadt machen?
Etwa auch solche Fehlplanungen wie in anderen Städten (Wohnsilos in Anonymität mit sozialen Problemen)? Nein danke, darauf können wir verzichten!
Wir erinnern uns noch an die Wahlversprechungen des jetzigen OB: kein ECE – und was haben wir jetzt?
Seine Hochhäuser kann er in China planen und verwirklichen, aber nicht hier. Nur ein Nicht-Oldenburger wie Herr Schwandner hat so wenig Einfühlungsvermögen für unsere schöne Gartenstadt Oldenburg und seine Bürger.
Im Übrigen erinnere ich mich an dieNWZ
-Ausgabe vom 15. Oktober 2007 ( „Radfahrer erobern für drei Stunden den Fliegerhorst“) und die Rahmenplanung durch den Rat; ich war dabei. Gerade der Fliegerhorst würde sich als neues Stadtviertel bestens eignen, aber nicht für eine große Solaranlage.Der Bahnübergang Alexanderstraße ist zur Zeit kein Argument, weil ja noch Planungen anstehen.
Meine Frau Ilse, gebürtige Oldenburgerin, ist voll und ganz meiner Meinung.
Lothar Nicolaus, Oldenburg
Herr Schwandner möchte 15-stöckige Hochhäuser errichten, die als Bausünden der 70er Jahre andernorts soziale Brennpunkte darstellen, um Neubürger unterzubringen.
Vielleicht wird sich der Wohnungsmangel auf lange Sicht aber auch dadurch beheben lassen, dass Investitionen in Kinderfreundlichkeit unterbleiben. Ich bin nach dem Studium nach Oldenburg gezogen, obwohl ich auswärts arbeite. Die hohen Baupreise haben mich nicht abgeschreckt. Mit dem ersten Kind aber merke ich, dass ich im Umland doch besser aufgehoben wäre. An einen Krippenplatz ist für uns in Oldenburg nicht zu denken. Auf neun Krippenplätze einer Einrichtung seien 120 Anmeldungen eingegangen, so bekam ich unter anderem zu hören.
Bei Kindergärtenplätzen sehe es ebenfalls nicht gut aus, so meine Nachbarin. Dazu kommt, dass Oldenburg als Stadt der Wissenschaft es nicht schafft, das „Vorzeigebaugebiet“ Bloherfelder Anger mit einem vernünftigen DSL-Anschluss zu versorgen.
Herr Schwandner plant lieber Häuser. Teure schlaue Häuser und nicht so schlaue Hochhäuser.
Kathrin Schulze, Oldenburg
Für das Oldenburger Stadtbild wäre es eine Schande. Haben wir nicht schon genug Bauwerke, die nicht in das Stadtbild passen?
Ich weiß nicht, warum wir einen Wohnraummangel haben. Wenn man durch die Stadtteile fährt, sind genug Wohnungen frei.
Die GSG hat vor vielen Jahren ein Grundstück am Sandweg gekauft, gleich nach der Busendhaltestelle. Eine Bebauung hat bis heute nicht stattgefunden. Angeblich wegen des Moors, es müsste zu tief ausgegraben werden.
(...) Leider wird hier immer mehr bebaut. Grünflächen sind heute nicht mehr gefragt. Man muss sich jedoch mal klarmachen, dass auf den Grünflächen unser Nahrungsmittel Fleisch steht, wo sollen die Tiere bald stehen, im Stall, Massentierhaltung will ja keiner.
Bäume werden gebraucht, um unsere Luft zu reinigen, aber nein, die „umweltschonende Heizvariante“ heißt Holz.
Wenn das so weitergeht, machen wir uns unsere Umwelt so schnell kaputt, dass eine Regeneration nicht mehr möglich ist.
Antje Köster, Oldenburg
Als OB Schwandner neu im Amt war und seine Ideen zu dieser Stadt ausbreitete, wurde offensichtlich, dass er zu dieser Stadt und ihrem besonderen Charakter keine Beziehung hat. Ich konnte mich des Gefühls nicht erwehren, dass ihm Oldenburg als Wirkungsstätte eigentlich zu „mickrig“ sei und er viel lieber OB in New York wäre.
Später erfuhr man dann, dass das Buch, aus dem seine Ideen stammen, über San Francisco geschrieben war. Dicht vorbei...
Natürlich fehlen da noch Hochhäuser.
Aber wer Oldenburg liebt (und es gibt wenig Städte in Deutschland, die von ihren BürgerInnen so geliebt werden), wird über Hochhäuser entsetzt sein. Es gibt übrigens medizinische Untersuchungen, dass Menschen, die höher wohnen als im 4. Stock, öfter krank werden. Offenbar braucht der Mensch eine gewisse Bodenhaftung.
Nun ja. Im September sind ja Kommunalwahlen. Vielleicht klappt es ja danach mit einem Abwahlantrag. Aber vorher brauchen wir ganz schnell einen Baudezernenten mit Geschmack, Menschenkenntnis und Seelenleben, damit er weiß, wie Menschen leben möchten.
Vielleicht kann der Rat dem OB eine Dienstreise nach Bremen Osterholz -Tenever finanzieren, das ist ja nicht so weit wie China.
Claudia Nobel, Wardenburg
Hilfe, das darf doch nicht wahr sein, Hochhäuser in meinem geliebten Oldenburg. Soll es uns so gehen wie in Emden (genau wie auf der Fotomontage)?
Die Leute werden diese Häuser nur als Übergangslösung nutzen, zum Schluss bleibt nur ein bestimmtes Klientel dort wohnen. Also einfach Nein zu diesem Vorhaben.
Übrigens kenne ich doch einige Hausbesitzer, die einfach Wohnungen leer stehen lassen aus Angst vor Mietnomaden, und sie wollen keine Unruhe im Haus haben.
Ingrid Poppe, Oldenburg
Hochhäuser mit zehn bis fünfzehn Stockwerken? Erst dachte ich, wir haben den 1. April. Nein, das scheint bitterer Ernst zu sein. Nun wird es aber wirklich Zeit, dass sich alle Parteien zusammentun und Schwandner zum Teufel jagen. In den noch kommenden Jahren seiner Amtszeit würde Oldenburg sonst irreparabel entstellt werden. Das wäre dann also seine Vision der „Übermorgenstadt“, wir sind aber die Oldenburger, und unsere ist es nicht!
(...) Ich kann mich auch den vielen Leserkommentaren aus „NWZonline.de“ anschließen: völliges Versagen auf breiter Front (bei der Bahnumgebung, ECE, etc.). Als gebürtiger Oldenburger sage ich nur „und tschüß “.
Frank Kreye, Oldenburg
Will oder möchte der OB hier ein zweites Bremen, Neue Vahr, schaffen? Nein danke. Ich denke, das Maß ist voll, der Mann muss weg.
Lüder Stalling, Oldenburg
Ich beziehe mich auf Ihren Kommentar und stimme diesem ausdrücklich zu.
Als Uroldenburger, der sich seit Jahrzehnten mit der Geschichte seiner Geburtsstadt befasst und sie in -zig Vorträgen und Stadtführungen bekannt gemacht hat, habe ich immer wieder darauf hingewiesen, dass Oldenburg die Großstadt sei, die zur Freude ihrer Bürger fast ausschließlich aus Ein- und Zweifamilienhäusern besteht.
Wenn dieser OB noch lange in unserer Stadt wirkt, wird er es schaffen, dass ich mich in meiner geliebten Geburtsstadt nicht mehr zu Hause fühle.
Ich bin strikt gegen eine Hochhausbebauung!
Fritz Lottmann, Rastede
Schwandner und Hochhäuser dieser Größenordnung haben eines gemeinsam, sie passen nicht zu Oldenburg.
Anstatt weitere Bausünden zu initiieren, (siehe ECE-Schlosshöfe) sollte ein realistischer Stadtentwicklungsplan, der unsere schöne Stadt nicht verschandelt, erarbeitet werden. Der OB möchte Oldenburg verdichten, viele Oldenburger Bürger möchten, dass er möglichst schnell verduftet.
Detmar Rohr, Oldenburg
So schafft man ein Paradox: Im Umfeld der OL-typischen Hundehütten baut man Hochhäuser, um Wohnraum zu schaffen. Das dadurch entstandene Stadtbild sorgt für freien Wohnraum: in den Hundehütten!
Und zum Thema Solarpark oder Wohngebiet: es geht beides: Häuser haben Dächer! Da ließe sich bestimmt für alle Beteiligten – die Stadt, Aleo Solar und künftige Hausbesitzer – etwas Sinnvolles draus machen. Solarsiedlungen in anderen Städten gibt es schon.
Jens Sturm, Oldenburg
Als Sprecherin des Sanierungsforums Bahnhofsviertel muss ich mich darüber nur wundern, wie mit den Wünschen und Vorstellungen von Bürgern umgegangen wird. Gerade im Bahnhofsviertel, im Kernstück von Oldenburg gelegen, haben sich die beteiligten Bürger gegen eine Hochhausbebauung ausgesprochen und dies in der Rahmenplanung auch festgeschrieben.
In unmittelbarer Nähe zum Viertel sind die Bausünden der 70 und 80 Jahre deutlich zu sehen, und es ist nicht gerade ein schöner Anblick.
Aber neben der Suche nach neuem Wohnraum hat Herr Dr. Schwandner wesentliche Aspekte der Stadtplanung nicht berücksichtigt. Schon heute haben wir in den Gebieten innerhalb des Autobahnringes massive Parkprobleme. Die würden durch eine Verdichtung der Bebauung noch verstärkt. Auch die Hauptverkehrsstraßen sind in den Spitzenzeiten stark belastet und können nur noch schwerlich mehr Verkehr aufnehmen.
Vielleicht sollte Herr Dr. Schwandner sich etwas mehr für sein Oldenburg interessieren und keine chinesischen Verhältnisse nach Oldenburg duplizieren.
Im Bahnhofsviertel werden wir uns jedenfalls gegen die Hochhausarchitektur von Herrn Schwandner wehren.
Gerlinde Backer, Oldenburg
