HOCKENSBERG - Bei „Energie und Umwelt“ setzt die Dötlinger SPD einen Schwerpunkt. Weitere Besichtigungen folgen.

Von Gunda Ahlers

HOCKENSBERG - Auf dem Hof Sassen-Stolle in Hockensberg informierten sich am Dienstagabend SPD-Politiker aus der Gemeinde Dötlingen über die Funktionsweise einer Biogasanlage. Denn vor dem Hintergrund steigender Energiekosten und einer drohenden Verknappung fossiler Brennstoffe beschäftigen sich die Dötlinger Sozialdemokraten nach Auskunft des Ortsvereinsvorsitzenden Walther Löhlein und des Fraktionschefs Harri Brendler bereits seit längerem mit dem Einsatz regenerativer Energien als Ergänzung zu den konventionellen Energieerzeugern.

Landwirt Hannes Sassen-Stolle erläuterte den Besuchern, dass die 2002 in Betrieb genommene Biogasanlage mit einer Leistung von 150 kW fast ausschließlich mit betriebseigenen Materialien beschickt werde. Nur etwas Mais werde hinzugekauft. Täglich würden acht Tonnen Gärsubstrate in die Anlage wandern und zwar 4,5 Tonnen Maissilage, zwei Tonnen Mist, eine Tonne Grassilage und 0,5 Tonnen Getreide. Weiter würden 20 Kubikmeter Gülle zugeführt.

Die erzeugte Energie werde in das Stromnetz der EWE eingespeist und mit der anfallenden Abwärme würden die Ferkelaufzuchtställe und das Wohnhaus beheizt.

„Mit dem Bau der Anlage wollten wir uns ein zusätzliches Standbein schaffen“, erklärte Sassen-Stolle. Wenn alles reibungslos laufe, nehme das Befüllen der Anlage täglich etwa eine Stunde Zeit in Anspruch. In der Anfangsphase habe man deutlich mehr Zeit investieren müssen. „Jede Anlage läuft individuell. Je nachdem, was man reintut. Da muss man erst ein bisschen experimentieren.“


Die Sozialdemokraten dankten Sassen-Stolle für den anschaulichen und umfassenden Bericht über die Funktionalität und Effizienz der Anlage. „Insbesondere die Einbindung der Anlage in den Betrieb seiner Landwirtschaft hat uns beeindruckt“, so Brendler.

Unter dem Titel „Energie und Umwelt" will der SPD-Ortsverein weitere alternative Energiegewinnungsanlagen besichtigen. Als nächstes steht kommende Woche ein Besuch bei der Windenergieanlage in Iserloy an.