HOCKENSBERG - Viele Hände packten mit an: Da wurde ein Graben ausgehoben, Schotter aufgefahren, abgerüttelt, Mutterboden aufgefüllt, gegraben und bepflanzt. Teamgeist, Fleiß und die Unterstützung von Nachbarn, Landvolk und Sponsoren haben dazu beigetragen, dass die Landjugend Dötlingen ihre Aufgabe der 72-Stunden-Aktion mit Bravour gemeistert hat. Am Sonntagabend um 18 Uhr übergab die Gruppe einen tadellos neu gestalteten Platz an der Friedenseiche in Hockensberg an die Gemeinde.
„Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, sagte Bürgermeister Heino Pauka, der sogar den Vergleich zu Dorferneuerungsmaßnahmen zog. Die stellvertretende Bürgermeisterin Anke Spille, die am Donnerstag als „Agentin“ die Aufgabe überbracht hatte, sprach von einer „gelungenen Aktion“ und überreichte als Anerkennung eine Urkunde. Falls sich die Landjugend in vier Jahren wieder bei dem Wettbewerb anmelden sollte, werde man erneut eine geeignete Aufgabe finden. Hilde Stolle, die Vorsitzende des Heimatvereins Hockensberg, sah die Aktion als Beleg für eine gut funktionierende Gemeinschaft an.
„Fürs erste Mal war das eine schöne Aufgabe“, meinte Michael Castens, der insbesondere der Familie Heiko Holtmann für die Nutzung der Scheune dankte. Das 20-köpfige Team hatte noch am Donnerstagabend losgelegt. Zunächst wurden die Wildsträucher und der alte Zaun an dem Platz entfernt. Am Freitag dann wurde mit einem Mini-Bagger die Fläche für die Sitzecke ausgehoben, ausgekoffert und gepflastert. Der Gedenkstein erhielt ein neues Betonfundament. Als am Sonnabend die Pflastersteine knapp wurden, fuhr man um 23 Uhr noch zum Baustoffhändler. „An allen Tagen wurde bis kurz vor Mitternacht gearbeitet, berichtete Eike Bötefür. Es wurde Mutterboden aufgebracht, Rollrasen verlegt, neue Bäume und Hecken gepflanzt. Castens versprach, dass die Landjugend den Platz mindestens einmal pro Jahr pflegen werde.
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