Wie es denn so ist in der freien Marktwirtschaft? Angebot und Nachfrage regulieren den Preis. Auf die Landwirtschaft gemünzt bedeutet das: Neuseelands und Irlands Farmer, die unter anderen Voraussetzungen ihre Höfe betreiben, bieten die gleiche Ware so billig an, dass die deutschen Bauern nicht mithalten können. So ist es dank der Globalisierung. Ein finanzieller Ausgleich durch die EG oder Zollschranken werden abgelehnt. Viehpreise richten sich ebenfalls danach, ergo machen sie ebenfalls Verlust.
Subventionierte Preise (das hatten wir ja schon) werden vom Staatsbürger bezahlt. Steinkohle wird/wurde jahrelang subventioniert. Otto Normalverbraucher flucht mit Recht darüber.
Höfesterben ist die Reaktion auf solch niedrigen Preise, sie sind nicht kostendeckend. Die Bilanz, die Dr. Padeken zieht, spiegelt das Dilemma wieder.
Aber dieses Auf und Ab gibt es nicht seit der neueren Zeit, aber wenn zwischen DMK und Ammerländern 3 bis 4 Cent pro Kilogramm Milch liegen, DMK 250 Mitarbeiter entlässt in nächster Zeit, fragt sich der Bauer: Was läuft da wieder schief?
Aber groß werden und groß sein, will gekonnt sein. Die Konsequenz, den Viehbestand von 80 auf 200 Kühe anzuheben, zeichnet sich jetzt in den Preisen wider.
Aber wir Verbraucher haben ja keine Ahnung, freuen uns nur über günstige Einkaufspreise. Und die Bilanz der Ernteerträge wird seit Menschengedenken von Petrus (der ja für das Wetter zuständig ist) beeinflusst. Darüber lassen sich seit der Zeit auch die Bauern aus, so richtig ernst nimmt man das nicht mehr.
