Wesermarsch - Mit vielen neuen Eindrücken sind jetzt Jugendliche aus der Wesermarsch aus Woronesch, der russischen Partnerstadt des Landkreises, nach Hause zurückgekehrt.

Von Hamburg aus flogen die Wesermärschler zunächst nach Moskau. Der Rote Platz, das Kaufhaus Gum, der Arbat, die Zwillingsberge mit der Universität und die Erlöserkirche waren nur einige der Sehenswürdigkeiten, die die Jugendlichen und ihre Betreuer während einer Stadtrundfahrt entdecken konnten.

Höhepunkt des Aufenthaltes in Moskau war ein Besuch des Kremls. Hier erfuhren die Jugendlichen viel über die Geschichte und den derzeitigen Status des Kremls und sahen die größte Kanone und die größte Glocke der Welt.

Mit einem Reisebus fuhr die deutsche Gruppe dann in die rund 600 Kilometer von Moskau entfernte Stadt Woronesch. Dort wurden die Jugendlichen von ihren russischen Gastgebern in Empfang genommen, die sie in den meisten Fällen schon vom Besuch der Russen im Frühjahr in der Wesermarsch kannten.

In Woronesch stand zunächst ebenfalls eine Stadtführung auf dem Programm. Von einer Aussichtsplattform ließen die Jugendlichen den Blick über die russische Me-tropole schweifen. Ausflüge in das Schloss der Prinzessin von Oldenburg in Ramon, die Besichtigung von Museen sowie ein Ausflug in das Dörfchen Ertil, das das Leben der russischen Bevölkerung im 17. bis 19. Jahrhunderts zeigt, waren die Höhepunkte.


In der zweiten Woche fuhren die deutschen und russischen Jugendlichen gemeinsam in das Camp „Kirowez“ unweit des Flusses Usmanka, der einem Naturschutzgebiet entspringt. Das Camp liegt an einer Straße, an der sich ehemalige Pionierlager und heutige Jugendcamps wie Perlen an einer Kette aufreihen. Viele davon sind mittlerweile ungenutzt und verfallen langsam. „Kirowez“ wurde jedoch im vergangenen Jahr renoviert.

In einer offiziellen Zeremonie wurden die Wesermärschler von den Verantwortlichen des Camps und den rund 200 russischen Kindern und Jugendlichen, die sich dort aufhielten, empfangen. Zum Zeichen der Gastfreundschaft wurde nach alter russischer Tradition Brot und Salz überreicht.

Trotz der großen Hitze von teilweise über 30 Grad nahmen die Jugendlichen mit viel Spaß an dem Programm teil. Frühsport, Neptunfest, Fußballturniere, Schwimmen im Fluss und im Camp-Pool, Thementheater, die Wahl der „Miss Kirowez“ und natürlich allabendliche Discos waren nur einige der Aktivitäten.

Zurück in Woronesch, genossen die Jugendlichen noch zwei Tage mit reichlich Programm in den Gastfamilien, ehe es mit dem Bus zurück nach Moskau und schließlich mit dem Flugzeug wieder in die Heimat ging.

„Der Gegenbesuch war in jeder Beziehung eine tolle Erfahrung für alle Kinder und Jugendlichen“, berichtet Sa-brina Fleuch als Pressesprecherin des Landkreises. Der Aufenthalt im Camp, die Begeisterung der russischen Kinder, endlich mit „den Deutschen“ in Kontakt zu kommen, das russische Essen und die Erfahrungen in den russischen Familien seien Erlebnisse, die haften bleiben.

Nächstes Jahr soll es wieder einen Jugendaustausch zwischen der Wesermarsch und Woronesch geben – es wird bereits der 24. sein.