Stadland - Eine Gemeinde mit einer sprudelnden Geldquelle ist Stadland nicht mehr. Deshalb müssen Rat und Verwaltung Schwerpunkte setzen, einige wenige Leuchttürme festlegen, in die sie noch investieren wollen. Die Grünen wollen die Bürger in diese Neuorientierung einbeziehen: mit drei öffentlichen Versammlungen.
Die Termine stehen fest:
in Rodenkirchen am Dienstag, 16. Juni, in der Gaststätte Friesenheim,
in Schwei am Mittwoch, 17. Juni, im Schweier Krug und
in Seefeld am Freitag, 19. Juni, im Seefelder Schaart. Beginn ist jeweils um 19 Uhr.
Rund 300 Einladungen auf – selbstverständlich grünen – DIN-A4-Blättern haben Elke Kuik-Janssen und Elke Mathiszig, die beiden Grünen-Ratsfrauen, in der Gemeinde verteilt. „Wir waren überrascht, wie positiv die Bürger reagiert haben“, sagt Elke Mathiszig. „Zunächst hatten wir damit gerechnet, dass in jedem Ort vielleicht zehn Bürger kommen, aber jetzt hoffen wir auf mehr.“
Geplant sind Bürgerbefragungen in Workshop-Form: Bei jedem Treffen gibt es vier bis fünf Tische zu jeweils einem Thema. Nach etwa einer Viertelstunde wechseln die Tischbesatzungen, so dass jeder Gast an jedem Tisch sitzen wird. Die Gäste bringen ihre Ideen ein, die auf Kärtchen notiert werden. Diese Kärtchen wiederum kommen an eine große Tafel und werden gemeinsam diskutiert.
Dabei wollen die beiden Ratsfrauen außer Überschriften nichts vorgeben, sondern sich im Wesentlichen auf die Gesprächsleitung beschränken. „Wir haben auch ein weißes Blatt dabei – für Themen, auf die wir selbst nicht gekommen sind“, sagt Elke Mathiszig. Die Ergebnisse fließen dann als Anträge in die Haushaltsberatungen der nächsten Jahre ein.
Generell geht es ihnen um nachhaltiges, generationengerechtes und klimaschonendes Wirtschaften in Stadland – wie es auch schon auf der Einladung heißt. „Wir wollen die Vorstellungen der Menschen hören, die hier wohnen – die sind noch nicht gefragt worden“, sagt die Fraktionsvorsitzende Elke Kuik-Janssen. Sie bezieht sich ausdrücklich auf das Organisationsgutachten der Beratungsfirma NSI-Consult. Deren Geschäftsführer Michael Eisner hatt empfohlen, in öffentlichen Veranstaltungen zusammen mit den Bürgern Leuchttürme festzulegen. Genau das wollten die Grünen jetzt machen, sagt Elke Kuik-Janssen.
