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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Hof-Praktikum für Auszubildende

29.09.2015

Großenkneten Auch der Groß- und Einzelhandel Kornkraft Naturkost GmbH aus Großenkneten-Huntlosen bewirbt sich um den Preis für Innovative Ausbildung (PIA) der NWZ . Mit dem Preis sollen Unternehmen gewürdigt werden, die in der Ausbildung mehr tun als das Übliche.

Bei Kornkraft (120 Mitarbeiter/Geschäftsleitung: Jochen Schritt und Sabine Moeller-Schritt) geht es um ein Projekt, bei dem die elf Auszubildenden über den Tellerrand hinausblicken können – in eine vorgelagerte Branche hinein.

„Während der gesamten Ausbildung ist es Kornkraft ein Anliegen, die zukünftigen Fachkräfte möglichst umfassend im Bereich Naturkost und Ökolandbau zu schulen“, schreibt Ausbildungsbetreuerin Andrea Voß. „Wie in allen Fachhandelsunternehmen ist neben den rein fachlichen, berufsspezifischen Kenntnissen das Fachwissen im Bereich des Kerngeschäftes, in dem wir uns bewegen, eine zentrale Voraussetzung. Ohne ein ausgeprägtes, fundiertes Fachwissen zu Naturkost und Ökolandbau können wir unseren Kundenkreis – Naturkostfachhandel, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung – nicht umfassend beraten und betreuen.“

Jedoch: Dieses Fachwissen, welches für das Tagesgeschäft so unabdingbar sei, werde in den Berufsschulen nicht vermittelt. So gehe Kornkraft es darum, die Nachwuchsfachkräfte selbst umfassend zu schulen.

Konkret: Seit Jahren gibt es ein eigenes Seminarprogramm, an dem auch die Auszubildenden teilnehmen. Dazu gehören auch etwa Fahrten zu Herstellern und Erzeugern, erläutert Andrea Voß.

Neu in diesem Jahr: Seit 2015 hat Kornkraft diese Konzeption um ein sogenanntes Hofpraktikum ergänzt. Dabei absolvieren die Auszubildenden im Beruf „Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel“ ein dreiwöchiges Praktikum bei einem Lieferanten. Ziel ist es dabei, einen tieferen Einblick in die Erzeugung von Obst und Gemüse zu gewinnen.

Konkret: Die Auszubildenden erfahren aus der Praxis, was ökologische Erzeugung bedeutet und was Unterschiede zum konventionellen Anbau sind. Weiterhin ergibt sich daraus ein besserer Kontakt zu Erzeugern. Handelsbeziehungen werden gestärkt.

Damit die Auszubildenden schon ein gewisses Grundwissen mitbringen, findet das Praktikum zwischen dem 2. und 3. Lehrjahr statt, so Andrea Voß. Die Auszubildenden haben dann schon im Frische-Einkauf gearbeitet und auch ersten Kontakt zum Praktikumsbetrieb gehabt.

Das Praktikum wird dann zudem eng begleitet: Ausbildungsbetreuung und Frische-Einkauf planen das Praktikum gemeinsam und erarbeiten mit dem Auszubildenden selbst einen sogenannten „Erkundungsauftrag“, in dem Ziele und Aufgaben des Praktikums festgelegt werden. „So wird der Auszubildende aktiv in das Praktikum eingebunden und kann den Lernprozess selbst mitgestalten.“

Nach dem Praktikum werde auch die Methodenkompetenz des Azubis gefördert: Er berichte in einem Kurzvortrag und in einem Newsletter über seine Erfahrungen.

Bei Kornkraft steht fest: Die Resonanz nach dem ersten Durchgang 2015 ist durchweg positiv. „Das Praktikum hat mir gezeigt, wie viel Arbeit hinter den Produkten steckt und durch wie viele Hände die Produkte gehen, bevor sie im Laden ankommen. Ich habe einen besseren Bezug zum Anbau bekommen“, wird etwa eine Groß- und Außenhandels-Auszubildende aus dem 3. Lehrjahr zitiert.

Nun wolle man die Praktika ausweiten, auch für andere Berufe. Ziel sei es, die „berufliche Handlungskompetenz von Auszubildenden zu fördern“, so Kornkraft.

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Kornkraft | Hof | Berufsschule

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