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Umwelt Mülltouristen trüben die ländliche Idylle

Jens Milde

Hoffe - Hoffe ist ein schönes Dorf. Hinter dem Lärmschutzwall an der B 212 leben rund 100 Menschen. Es gibt keinen Durchgangsverkehr, dafür aber hübsche Häuser, gepflegte Vorgärten, einmal im Jahr einen Flohmarkt und eine harmonische Dorfgemeinschaft. Seit geraumer Zeit haben die Hoffer aber ein Problem, das die ländliche Idylle im Stadtsüden gewaltig trübt. An der Bushaltestelle im Ort und einen Steinwurf davon entfernt bei den Glascontainern sind wilde Müllkippen entstanden. „Immer wieder kommen Leute und schmeißen dort ihren Abfall in die Landschaft“, ärgert sich Anke Kloppenburg. Und sie ist bei weitem nicht die Einzige, die sich darüber aufregt. Die ganze Dorfgemeinschaft ist sauer.

Es stinkt zum Himmel

Neben der Bushaltestelle stinkt es zum Himmel. Offensichtlich hat ein Kleintierzüchter seine Kaninchenställe ausgemistet, den Dreck in Plastiktüten gestopft und diese in einem unbeobachteten Moment dort hingeschmissen, wo sie nichts zu suchen haben. Neben dem Wartehäuschen liegen zwei große Müllsäcke mit Plastikbechern, Zigarettenschachteln, einem alten Skateboard, zwei Lampenschirmen und weiterem zum Teil undefinierbarem Unrat. Eine Kunststoffmatte und mehrere Pflastersteine liegen daneben. Ein Stückchen weiter neben den Altglascontainern steht ein Plastikeimer mit Gläsern. Nach den Worten von Anke Kloppenburg haben die Hoffer hier auch schon eine rostige Schiebkarre gefunden. Im Herbst wird hier gerne das Laub entsorgt.

Rolf Kloppenburg hat schon einmal einen Autofahrer beobachtet, der seinen Grasschnitt in die Landschaft gekippt hat. Er hat sich das Kennzeichen notiert und der Polizei gemeldet. Am nächsten Tag ist der Autofahrer wiedergekommen, um das Gras wieder einzusammeln.

Viele Hoffer gehören einer Whatsapp-Gruppe an. Regelmäßig brodelt hier der Unmut über die wilden Müllkippen. Anke und Rolf Kloppenburg glauben, dass der Bereich bei den Containern und rund ums Wartehäuschen bei den Mülltouristen so beliebt ist, weil er schlecht einsehbar ist. Die Umweltsünder kommen in der Regel im Schutz der Dunkelheit vorgefahren.

Seit einigen Jahren

Die Dorfgemeinschaft vermutet, dass Auswärtige für diese unappetitliche Praxis der Abfallentsorgung verantwortlich sind. „Das ist ein Verhalten nach dem Motto: Weg damit und nach mir die Sintflut“, ärgert sich Anke Kloppenburg. Das Problem gibt es schon seit einigen Jahren in Hoffe. „Ich habe aber den Eindruck, dass es schlimmer geworden ist“, sagt Anke Kloppenburg.


Oft sind es Mitglieder der Dorfgemeinschaft, die den Müll beseitigen. Manchmal packen die Leute von der Müllabfuhr ein. „Wir werden in Zukunft noch aufmerksamer hingucken“, kündigt Rolf Kloppenburg an.

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