HOHENBöKEN - Claudia Schwarting, Matthias Jordan und Patrick Kasparak sind recht häufig am Sielingsee – allerdings nicht zum Vergnügen. Denn das Trio gehört der DLRG-Ortsgruppe Ganderkesee an und „schiebt“ Wache am Badesee.
Die Wachstation ist allerdings nur am Wochenende besetzt. Und das ist schon ein erheblicher personeller Aufwand, denn üblicherweise wird in drei Schichten beaufsichtigt, und dann stets zu dritt.
Fast ein Geheimtipp
Der Sielingsee ist in diesem Jahr so etwas wie ein Geheimtipp. Selbst bei allerbestem Wetter seien kaum mehr als 250 Badelustige versammelt, berichtet Kasparak. Und wenn Gewitter oder Regen drohen, ist die Zahl der Besucher sehr überschaubar. Das wirkt sich positiv aus: Die Wasserqualität sei trotz der Hitzewelle der letzten Wochen ausgesprochen gut, bestätigt Matthias Jordan. Es liegt nicht nur an der relativ geringen Zahl der Schwimmer, sondern auch an der Disziplin aller Besucher. „Es wird zum Glück kaum etwas in den See geworfen“, freut sich Kasparak.
Autos parken illegal
Dennoch gibt es gelegentlich Probleme. So hatten Randalierer Anfang Juni versucht, den Container der Wachstation aufzubrechen. Die Tür wurde zwar erheblich zerbeult, hielt aber den Attacken Stand. Ein Dauerproblem sind die Autos, die trotz Halteverbots auf der Zufahrt zum Sielingsee abgestellt werden. „Wenn hier wirklich einmal ein Rettungs- oder Notarztwagen durch muss, wird es eng“, hält Claudia Schwarting das Verhalten der Falschparker für gefährlich. Die Polizei ignoriere das Problem. „Nur wenn auf beiden Seiten geparkt wird, kommt auch mal ein Abschleppwagen vorbei.“
Nur geringe Blessuren
Ansonsten ist aus Sicht der ehrenamtlichen Lebensretter, die während der Badesaison für Sicherheit sorgen, die Welt am Sielingsee noch in Ordnung. „Außer einigen Wespenstichen und manchmal einer kleinen Schnittwunde am Fuß haben wir hier nichts zu verarzten“, berichtet das Trio übereinstimmend.
