HOHENBöKEN - Die Kritik an den Windkraft-Plänen für das Hohenbökener Moor reißt nicht ab. „Alle Störungen“ durch die lange Bauphase, durch die Erschließung oder den laufenden Betrieb der Windkraftanlagen „würden eine erhebliche Gefährdung der noch vorhandenen Brut- und auch der regelmäßig auftretenden Rastvögel bedeuten und zum Teil zum Erlöschen der Arten an diesem Standort führen“, schrieb Henning Meinecke aus Hude jetzt an die Vorsitzenden der Ganderkeseer Rats-Fraktionen.

Meinecke hatte das Gebiet über einen Zeitraum von 30 Jahren bis 2005 untersucht. In diesem Zeitraum habe er 152 Vogelarten festgestellt. Seine Daten und Zahlen seien jetzt in eine Einschätzung der Verträglichkeit von Windrädern in Bezug auf die Vogelwelt eingeflossen, schrieb er. Neuere Untersuchungen oder gesicherte Zahlen gebe es nicht.

Gegen einen Windpark äußerte er „allergrößte Bedenken“. Meinecke: „Trotz eines leichten Rückgangs der Vorkommen darf man ein Gebiet, das von seiner Tauglichkeit gefährdeten Wiesenvögeln als Lebensraum dient, nicht auf Kosten von Windenergieanlagen preisgeben.“