HOHENKIRCHEN - Die Fläche für das geplante Beton- und Asphaltwerk am Hooksieler Außenhafen wird vergrößert: Die Jade-Weser-Logistik GmbH braucht zusätzlichen Platz für ein Sandlager. Der Wangerländer Ausschuss für Gemeindeentwicklung stimmte dem Vorhaben am Montag zu. Das Plangebiet für das Mischwerk soll erweitert werden.
Wie Erster Gemeinderat Manfred Meppen berichtete, handelt es sich bei der Fläche um ein ehemaliges Spülfeld, das ohnehin als Gewerbefläche ausgewiesen sei. Für das Mischwerk will Jade-Weser-Logistik Meppen zufolge im Zusammenhang mit dem Bau des Jade-Weser-Ports Sand aus der Jade in Hooksiel anlanden. Ein Teil soll als Baustoff verkauft werden, so dass eine größere Lagerfläche notwendig wird.
Ratsherr Immo Müller (UWW) sperrte sich gegen die Pläne: Er hält diese Erweiterung wegen der Nähe zu den Freizeiteinrichtungen am Hooksmeer für „problematisch“.
Als einziger sprach sich Müller auch gegen den Bebauungsplan „Hotel-Deichbatterie-Schillig“ aus: Wegen des zu erwartenden Lärms bei Bau und Betrieb des von der dänischen Kristensen-Gruppe geplanten „NordseeRessort“ betrachtet er die Einwendungen der Anlieger im Planungsverfahren als zu wenig beachtet. Er forderte die Gemeinde auf, über Lärmschutz nachzudenken.
Bürgermeister Harald Hinrichs stellte klar, dass Baulärm nicht Thema der Bauleitplanung sei. „Wir nehmen die Sorgen der Anlieger ernst und haben intensiv mit dem Investor über möglichst geringe Beeinträchtigungen gesprochen“, versicherte Hinrichs.
Der Ausschuss beschloss außerdem, dass eine so genannte Potenzialstudie feststellen soll, wo im Wangerland noch Windparks entstehen könnten. Einen entsprechenden Antrag hatte eine Interessengemeinschaft von Einzelanlagen-Betreibern eingebracht. Nach dem Flächennutzungsplan der Gemeinde sind zurzeit neue Windkraftanlagen nur noch in den ausgewiesenen Sondergebieten für Windenergie erlaubt.
Für die Betreiber von Einzelanlagen bedeutet das, dass sie ihre bestehenden Windräder nicht durch größere und leistungsstärkere ersetzen dürfen (Repowering). Der Ausweisung neuer Sondergebiet steht die Gemeinde durchaus positiv gegenüber: Wenn Einzelanlagen verschwinden, würde sich das Landschaftsbild verbessern.
