Hohenkirchen - Hohenkirchen bekommt einen Gerda-Preißler-Platz: Der Wangerländer Ausschuss für Wegebau und Landwirtschaft hat am Mittwochabend einstimmig beschlossen, die Fläche rund um die Bushaltestelle zwischen Brillenmacher und Kiebitzmarkt, einst vor dem Lebensmittelmarkt gelegen, nach Gerda Preißler (geb. am 4. Mai 1923, gest. am 11. Januar 2005) zu benennen.

Sie hat viel für den Ort getan, waren die Ausschussmitglieder einig. „In Hohenkirchen ist die Idee, einen Platz nach Gerda Preißler zu benennen, sehr gut angekommen“, berichtete Klaus Lammers (SPD).

Für die Häuser, die am künftigen Gerda-Preißler-Platz stehen, ändert sich nichts: Sie behalten ihre Adresse Bahnhofstraße.

Gerda Preißler hat in Hohenkirchen nicht nur einen Lebensmittelmarkt betrieben, sondern hat sich vor allen Dingen um das Wohl ihrer Mitbürger sehr verdient gemacht: Unter anderem gründete sie 1961 die Dorfhelferinnenstation Nordjeverland und war maßgeblich an der Einrichtung der Diakonie-Sozialstation beteiligt. Fast 25 Jahre lang vermittelte sie die Einsätze der Dorfhelferinnenstation.

Auch in der ev. Kirche Hohenkirchen war Gerda Preißler aktiv: Mehr als 40 Jahre lang gehörte sie dem Gemeindekirchenrat an, trieb den Bau des Stephanus-Hauses voran und erforschte die Geschichte der Gaukirche, die sie in Führungen vermittelte.


Für ihren Humor war Gerda Preißler ebenfalls berühmt. „Es ist zu befürchten, dass ich mit dem Leben davonkomme“, antwortete sie etwa auf Fragen, wie es ihr geht.

Auch über Hohenkirchen hinaus stößt die Benennung des Gerda-Preißler-Platzes auf Zustimmung: So hat ein Buten-Hohenkirchener aus Karlsruhe dem Grünen-Ratsherrn Reiner Tammen, der die Idee zur Namensgebung hatte, eine „anständige Geldspende“ zur Gestaltung des Platzes angekündigt.

Wie der Platz gestaltet werden soll, steht noch nicht fest. Klar ist aber, dass auf der Grünfläche Krokusse und Osterblumen – wie einst vor dem Lebensmittelgeschäft Preißlers – gesetzt werden sollen.