HOHENKIRCHEN - Zum vierten Mal traf sich der Verein „Eine Brücke nach Afrika, Wangerland-Gogonyo/Uganda“ jetzt in Hohenkirchen. Vorsitzender Dirk Vellema konnte diesmal zu einem Vortrag über das Land Uganda sachkundige Referenten begrüßen: Dr. Violet Kajubiri-Froelich, selbst Uganderin und von Beruf Biologin, und ihren Ehemann Hilmar Froelich, Soziologe und Entwicklungshelfer aus Oldenburg. Beide haben viele Jahre in Uganda verbracht und an verschiedenen Projekten gearbeitet.
Der Vortrag beschäftigte sich mit Geschichte, Geographie und Kultur des Landes. Uganda kam als englisches Protektorat 1962 zur Unabhängigkeit. Es folgten viele Jahre Bürgerkrieg und Diktatur. Seit 1986 hat sich das Land zu einer Demokratie und einem Mehrparteiensystem entwickelt. Die politischen Verhältnisse seien vergleichsweise stabil, sagten die Referenten.
Uganda ist das Land, in dem der Nil entspringt, besser gesagt der Fluss erhält dort seinen Namen nördlich des Viktoriasees, aus dem er gespeist wird. Im Gegensatz zu vielen Nachbarländern ist Uganda ein fruchtbares Land mit subtropischem, regenreichem Klima. Die Landwirtschaft dient vor allem der Selbstversorgung. Nur wenige Güter wie Tee oder Zuckerrohr werden in Plantagen angebaut, um exportiert zu werden, berichteten die Referenten.
Im Kreis der Zuhörer wurde die Frage lebhaft diskutiert, welche Form der landwirtschaftlichen Nutzung sinnvoll ist und was der Verein in Zukunft dazu beitragen kann. In diesem Zusammenhang ist den Wangerländern und Jeveranern bereits ein Projekt bekannt: die Wiederaufforstungsaktion in Gogonyo mit dem Ziel einer nachhaltigen Holzwirtschaft. Dr. Kajubiri-Froelich dazu wörtlich: „Die Menschen in Uganda haben genug zu essen, aber kein Holz zum Kochen.“
Weitere Themen des Vortrags streiften die ethnischen Bevölkerungsgruppen, die Verkehrsinfrastruktur, das Schulwesen und nicht zuletzt die reisemedizinischen Empfehlungen für dieses Land. Es laufen ja bereits Vorbereitungen für die Ugandareise, die in diesem Sommer geplant ist.
