HOHENKIRCHEN - Seit Montag rollen die Laster wieder und bringen Klei von Hohenkirchen durch Mederns zur Deichbaustelle am Elisabethgrodendeich. Ursprünglich war der III. Oldenburgische Deichband davon ausgegangen, in diesem Jahr keine Arbeiten zur Erhöhung und Verstärkung des Deichs vorzunehmen. Durch eine juristische Auseinandersetzung um die Auftragsvergabe war viel Zeit verloren gegangen (die NWZ berichtete).
Bis Ende September sollen nun doch noch rund 300 Meter Deich erhöht werden – falls das Wetter mitspielt. Im Oktober müssen die Arbeiten dann eingestellt werden. Der Deich muss ab diesem Datum sturmflutsicher und geräumt sein. Erst im Frühjahr wird der Kleiabbau am Wangermeer in Hohenkirchen wieder aufgenommen und der Deich erhöht.
40 000 Kubikmeter Klei sollen dazu noch aus dem See entnommen werden. In den vergangenen Jahren waren bereits 650 000 Kubikmeter Klei entnommen werden. Die für die Deicherhöhung dann noch nötigen 500 000 Kubikmeter Klei sollen im Deichvorland abgebaut werden.
Nach Aussage des Geschäftsführers der Wasser- und Bodenverbände in Jever, Gerd Bartels, wird der Deich im unteren Bereich mit dem schon vorhandenen Deichmaterial neu profiliert. Der frisch abgebaute Klei deckt oben die Deichkrone ab. Auf diese Weise wird der Deich um etwa einen Meter erhöht.
Wegen der unsicheren Witterungsverhältnisse im Herbst wird die geplante Strecke abschnittsweise abgearbeitet.
Der an die Bietergemeinschaft vergebene Auftrag hat ein Volumen von 6,6 Millionen Euro, umfasst eine Strecke von 2,8 Kilometern und einen Zeitraum von drei Jahren.
