Hohenkirchen/Oldenburg - Der neue Transformator im Umspannwerk Hohenkirchen ist am Netz: Wie EWE Netz mit Sitz in Oldenburg mitteilte, hatten die Erweiterungsarbeiten Anfang Dezember begonnen – nun sind sie abgeschlossen.

Über das Umspannwerk Hohenkirchen wird die gesamte Gemeinde Wangerland mit Strom versorgt. Das Umspannwerk verbindet das Mittelspannungsnetz von EWE Netz mit dem Hochspannungsnetz von Avacon, Helmstedt.

Mit dem zweiten Transformator erweitert der regionale Netzbetreiber die Leistung des Umspannwerks. Das ist erforderlich, weil die Gemeinde Wangerland drei Windparks mit einer zusätzlichen Leistung von 40 Megawatt bauen will.

Mit dem vorhandenen Windpark Bassens sind dann zusätzliche 70 Megawatt Leistung ans Mittelspannungsnetz angeschlossen – zumindest ist das geplant. „EWE Netz investiert im Umspannwerk Hohenkirchen rund 1,2 Millionen Euro“, berichtet Thorsten Wieting, Leiter der Netzregion Oldenburg/Varel.

Ob tatsächlich am Ende des Jahres 40 MW zusätzlich eingespeist werden, ist indes noch offen: Denn noch hat der Bau der beiden Windparks Tettens und Hohenkirchen noch gar nicht begonnen. Nur in Haddien wird mittlerweile gebaut. Insgesamt sollen im Wangerland 14 Windräder der Firma Enercon mit 150 Metern Höhe gebaut werden – und zwar neben den vier bei Haddien drei südlich von Hohenkirchen und sieben südlich von Tettens. Baubeginn war eigentlich fürs Frühjahr geplant, doch auch mit Blick auf die Klage des Naturschutzbunds (Nabu) Niedersachsen hat sich der Baustart verzögert.


Dass in Haddien mit dem Bau begonnen wird, hat den Grund, dass die Eingriffe auf der dortigen Fläche aus Sicht der Naturschützer am wenigsten kritisch sind. Neben der Nabu-Klage laufen zwei Normenkontrollklagen auf Überprüfung der Bauleitplanung, angestrengt von Investorengruppen, und Klagen von Landeigentümern, deren Flächen nicht berücksichtigt wurden.

Neben den drei neuen Windparks sind diverse Photovoltaik- und Biogasanlagen angeschlossen.