HOHENKIRCHEN - Wenn sich bei der Auslegung des Flächennutzungs- und des Bebauungsplans für den nordwestlichen Bereich des Hohenkirchener Seeufers keine drastischen Änderungen mehr ergeben, dann kann dort noch in diesem Jahr gebaut werden. Der wangerländer Ausschuss für Gemeindeentwicklung brachte am Montag die Pläne auf den Weg, Mitte August soll die öffentliche Auslegung des neuen Flächennutzungs- und des Bebauungsplans beginnen.

„Interessenten für die Grundstücke sind da“, sagte Erster Gemeinderat Manfred Meppen. Sobald Ende September Planreife für die exklusiven Seegrundstücke erreicht sei, könnten Baugenehmigungen erteilt werden – „und dann kann es dort losgehen“, sagte er.

Auf der Fläche, die direkt nördlich an das Grundstück der Nordseespielstadt Wangerland von Hennie van der Most angrenzt, hat die Niedersächsische Landgesellschaft 110 Baugrundstücke erschlossen. Dort sollen nach den Vorgaben des Bebauungsplans bei einer maximalen Firsthöhe von 9,5 Metern individuelle Wohnhäuser entstehen. „Wir erlauben hier eine größere Vielfalt an Gebäudeformen“, erläuterte Meppen. Der See wird von jedem Grundstück aus erreichbar sein, ohne dass eine Straße überquert werden muss.

Offen gelassen hat die Gemeinde die Möglichkeit, dass ein Blockheizkraft entsteht, das das Neubaugebiet mit Fernwärme versorgt. Dazu wird eine Fläche für Gemeindebedarf ausgewiesen.

Inhalt der Planungen ist auch die Promenadenbrücke über den See, außerdem eine Info- und Raststation an der Westseite der Kreisstraße. „Man muss vorbeifahrenden Autofahrern die Möglichkeit geben, beim Anblick des Ses anzuhalten und sich das ganze in Ruhe genauer anzuschauen“, so Meppen.