HOHENKIRCHEN - Der Wangerländer Gemeinderat hat am Montagabend einstimmig Flächennutzungsplan und Bebauungsplan für das Sondergebiet Fotovoltaik-Park Mederns beschlossen. Wie berichtet, entsteht auf der ehemaligen Bundeswehr-Liegenschaft auf sieben Hektar Fläche die Fotovoltaik-Anlage mit rund 4 Megawatt Leistung der Sonnenenergie Mederns GmbH. Der Landkreis hat bereits die Baugenehmigung erteilt. Bürgermeister Harald Hinrichs nannte das Planverfahren „sehr schnell und ambitioniert“.
Endgültig vom Tisch ist mit dem Aufhebungsbeschluss des Rates die gewerbliche Biogasanlage Schreiersort. Wie berichtet, hatte die Geschäftsführung der Agrogas GmbH die Aufhebung beantragt.
Keine Sonderfläche
Mit Blick auf den Widerstand seitens vieler Wangerländer Bürger gegen die Anlage fasste der Rat auf Antrag der rot-grünen Mehrheitsgruppe gleich einen Grundsatzbeschluss: Danach wird die Gemeinde keine Bauleitplanung für gewerbliche Anlagen mehr zulassen. Der Bau kleinerer landwirtschaftlicher – so genannter „privilegierter“ – Anlagen ist auch künftig noch möglich.
Abgelehnt wurde in diesem Zusammenhang die Ausweisung einer Sonderbaufläche für Biogasanlagen an der Grenze zu Jever: Aus Sicht von Rat und Verwaltung besteht keine Notwendigkeit für ein Sondergebiet, da es für die Biogas Jever Nord GmbH ausreichend Möglichkeiten zum Bau weiterer Biogasanlagen im Rahmen der Privilegierung gebe.
Positiv beschieden wurden vom Rat auch die Pläne der Familie Janßen, den Erlebnishof in Wiardergroden zum Reiter- und Pferdehof auszubauen. Alice Brandenburg-Bienek (CDU) sprach von einer Belebung und Aufwertung des Grodens.
Ebenfalls einstimmig fiel der Beschluss zur Einrichtung einer Ganztagsgruppe im Kindergarten „Pusteblume“ in Tettens: Die Ganztagsgruppe an allen fünf Wochentagen von 8 bis 16 Uhr startet zum 1. August.
Eltern melden Bedarf
Bekocht werden die Kinder im Kindergarten. Eine Elternbefragung hatte ergeben, dass Eltern von 26 Kindern zwischen drei und sechs Jahren und von fünf Krippenkindern sich Ganztagsbetreuung wünschen. Für die Gemeinde ergeben sich aus der Einrichtung der Ganztagsgruppe zusätzliche Personalkosten von rund 38 500 Euro im Jahr – dem gegenüber stehen Mehreinnahmen aus Kindergartengebühren von rund 30 000 Euro plus höhere Zuschüsse durch das Land.
