HOHENSTIEFERSIEL - Ein leidenschaftliches Plädoyer für die Ausweisung der Langen Straße in Hooksiel testweise als Fußgängerzone hielt Erster Gemeinderat Manfred Meppen am Dienstag im Ausschuss für Landwirtschaft, Feuerschutz und Wegebau. Getagt wurde diesmal in der Pumpstation Hohenstiefersiel, wo der Vorsitzende der Sielacht Wangerland, Klaus Jensen, die Aufgaben der Sielacht vorstellte.
Meppen sprach sich dafür aus, die Lange Straße bis Kreuzhamm ein Jahr lang als Fußgängerzone auszuprobieren. Schließlich gebe es durch die parallel laufende „Nee Straat“ sowie die Blumen- und die Obernstraße ausreichend Möglichkeiten, den Verkehr umzulenken. „Andere Orte beneiden uns um unser Schmuckstück – nun sollten wir den Charme der Straße auch wirken lassen“, warb Meppen für eine Fußläufigkeit.
Nach einem Jahr könnte bilanziert werden, welche Auswirkungen das Durchfahrtverbot hatte.
Eine Entscheidung fiel im Ausschuss noch nicht: Zunächst sollen nun die Voten der Anlieger zu diesem Vorschlag eingeholt und der Verein Handel, Handwerk und Gewerbe Hooksiel eingebunden werden. Außerdem soll sich der Arbeitskreis Sanierung damit beschäftigen.
Unter der Voraussetzung, dass sich der Landkreis an den Kosten beteiligt, darf die Ortswehr Wiarden das Dachgeschoss des Dorfgemeinschaftshauses ausbauen. Dem stimmte der Ausschuss schließlich trotz gegenteiliger Diskussion zu. Die Feuerwehr braucht für ihre Arbeit mehr Platz und hatte deshalb beantragt, den Ausbau in Eigenleistung vorzunehmen. Für die Gemeinde würden Kosten von rund 10 000 Euro entstehen. Beim Landkreis wurde bereits ein Zuschuss beantragt.
Über die zum Teil großen Schäden am Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse informierte die Verwaltung die Ausschussmitglieder. Für einen Asphaltüberzug müssten 300 000 Euro aufgewandt, beim Aufbringen von Schotter rund 155 000 Euro investiert werden. Dafür ist jedoch kein Geld vorhanden, wurde überdeutlich.
Ausschuss-Vorsitzender Reinhard Onnen-Lübben (FDP) schlug vor, die Verkehrssicherheit herzustellen. Nach Aussage von Joachim Gramberger (CDU) sind die Mopedfahrer Schuld an den Schlaglöchern auf dem Radweg: Ihre Spielchen hätten die Schäden verursacht.
