HOLLWEGERFELD - „Ich hatte schon vor drei Jahren den Plan, hier ein Storchennest aufzustellen“, berichtet Arnold Sander, der sich seitdem mehrmals beim „Storchenvater“ in Berne umfassend über Lebensgewohnheiten der Tieree informierte. Als Initiator und treibende Kraft hat er bereits im letzten Jahr mit Unterstützung der Nachbarn in der Hollwegerfelder Niederung eine erste Nisthilfe aufgestellt.

Es sei auch bereits ein Storchenpaar länger beobachtet worden, das dann aber mit anderen Störchen weitergezogen sei. Mit entsprechenden Gerätschaften wurde jetzt das zweite Nest in seine Position im Garten von Gerold Saathoff gehievt. Die Entfernung zur ersten Niststätte beträgt etwa 80 Meter.

Arnold Sander hat seine Fähigkeiten als „Bindemeister“ unter Beweis gestellt und aus den Zweigen der Hängebirke eine 30 Meter lange Girlande gebunden. Bei den weiteren Arbeiten, wie den Betonsockel für den Masten und die Konstruktion des Nestunterbaus herstellen, haben Gerold Saathoff, Heinz Hobbensiefken und Hans von Dehn tatkräftig geholfen. In Kürze werden die Helfer noch einmal nach oben steigen, um die Brutstätte mit Schreddergut auszulegen.

Beratend zur Seite steht den Hollwegerfeldern bei dieser Aktion der Nabu Westerstede. Die Niederung entlang der Großen Norderbäke wäre als Habitat bestens geeignet, wie Manfred Pfeil vom Nabu betont. Hier würden die Fleisch fressenden Störche reichlich Nahrung wie kleine Fische, Kaulquappen, Schlangen, Eidechsen, Wühlmäuse, Hamster und Maulwürfe finden. „Ziel ist es, die dortigen Feuchtwiesen zu erhalten bzw. neue anzulegen.“

Vorgespräche dazu mit dem Kreisumweltamt und der Unteren Wasserbehörde in Verbindung mit der Wasseracht hat Manfred Pfeil bereits aufgenommen. Nun hoffen die Anwohner auf das Eintreffen des langbeinigen, schwarzweißen Vogels im Frühjahr, der hier um die Gunst eines Weibchen „klappert“.