HOOKSIEL - Die Ortssanierung in Hooksiel ist weit fortgeschritten und nähert sich nach rund 20 Jahren dem Ende. Die „Neestraat“ erhielt in der vergangenen Woche eine Asphaltdecke und soll in dieser Woche als innerörtliche Entlastungsstraße den Durchgangs- und Lastverkehr aufnehmen. Die Lange Straße wird dadurch wesentlich entlastet.
Die zukünftige Nutzung der Langen Straße mit ihren Gastronomiebetrieben und Geschäften soll jetzt mit Hilfe des Arbeitskreises Ortssanierung geklärt werden. Eine Einbahnstraßenregelung und oder zeitweilige Sperrungen für den Verkehr sind nur zwei der vielen Möglichkeiten, den Einheimischen wie Gästen Raum für ungestörtes Flanieren auf dieser Straße zu geben. Edmund Kaib, Leiter Bautechnik der Gemeindeverwaltung, warnte allerdings davor, jetzt voreilige Beschlüsse zu fassen. „Wir sollten einige Varianten ausprobieren, ehe wir uns entscheiden“, so Kaib.
Der Arbeitskreis Ortssanierung, ein Gremium mit Vertretern örtlicher Vereine, wurde gebildet, um der Gemeindeverwaltung Vorschläge zur konkreten Umsetzung vorzulegen. So sollen an der „Neestraat“ weitere Parkplätze gebaut, auf einen Spielplatz verzichtet und stattdessen in der Langen Straße Wippen für Kinder installiert werden. An der „Neestraat“ ist ferner ein 800 Quadratmeter großer Multifunktionsplatz vorgesehen. Ein Wochenmarkt oder Weihnachtsmarkt könnten dort stattfinden. Nach Ansicht von Manfred Meppen, Erster Gemeinderat, könnten auch zeitlich (für 24 Stunden) begrenzte Stellplätze für Wohnmobile eingerichtet werden. Eine Bodenhülse mitten auf dem Platz für einen Mai- oder Weihnachtsbaum soll auf jeden Fall installiert werden.
Wünsche des Arbeitskreises, im Rahmen der Ortssanierung die Obernstraße zu sanieren oder einen Großparkplatz am Sengwarder Anteil zu bauen, wies Meppen vorerst zurück. Erst müsse man abwarten, welche finanziellen Mittel nach Abschluss der aktuellen Arbeiten noch zur Verfügung stehen. Wenn noch Mittel vorhänden seien, könne wohl die Sanierung der Obernstraße in Angriff genommen werden. „Für alle Maßnahmen ist aber kein Geld da“, sagte Meppen. Die notwendige Sanierung der Viethstraße könne nur aus einem anderen Topf bezahlt werden.
Meppen bedankte sich für die Arbeit des Arbeitskreises Ortssanierung. „Das ist gelebte Demokratie und vorbildlich. Wir sparen dadurch viel Zeit“, lobte Meppen. Dem schloss sich auch Bürgermeister Harald Hinrichs an: „Wir wollen nicht an der Bevölkerung vorbei beschließen. Sie soll beteiligt werden. Insgesamt können wir mit dem zufrieden sein, was bislang passiert ist.“
