HOOKSIEL - Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter der DLRG-Ortsgruppe Wangerland: Ende August konnte das lang ersehnte neue Motorrettungsboot in Dienst gestellt werden. „Derzeit wird die ,Willi Rosenboom‘ in der niederländischen Werft überholt“, berichtete Arne Schmöckel, der gemeinsam mit Thorsten Knebel mit der technischen Leitung der Ortsgruppe betraut ist, bei der Jahreshauptversammlung.
„Nach einer Testreihe im Herbst mussten einige Änderungen am Rettungsboot vorgenommen werden“, so Schmöckel. Mit Saisonbeginn soll das Rettungsboot einsatzbereit sein.
Zudem feierten die Rettungsschwimmer 40-jähriges Bestehen. Vorsitzender Wolfgang Schumann, der aus gesundheitlichen Gründen seit einiger Zeit ausfällt, ließ seinen Bericht von seinem Stellvertreter Sven Hannemann verlesen.
Ein großes Problem sei derzeit das Besetzen der Aufsicht vor allem im Hallenwellenbad. „Es fehlen Rettungsschwimmer, die Zahl der Freiwilligen reduzierte sich 2011 auf vier“, machte Hannemann deutlich. Da müsse dringend Abhilfe geschaffen werden.
Dabei verhalte sich der Trend bei den Mitgliederzahlen gegenläufig. Bezogen auf den gesamten Oldenburger Bezirk stiegen die Zahlen an, so Rolf Mrosek, Vorsitzender des DLRG-Bezirks Oldenburg-Nord. Die wangerländische Ortsgruppe hat derzeit 602 Mitglieder.
Insgesamt leisteten die Rettungsschwimmer 7353 Wachstunden an den Stränden und in den Bädern in Hooksiel und Horumersiel. Vier Personen wurden vor dem Ertrinken gerettet, 320-mal waren die Mitglieder Ersthelfer bei Unfällen.
Zudem gab es elf Hilfeleistungen für Wassersportler sowie sechs technische Hilfeleistungen. Leider sei die Anzahl der Schwimmabzeichen zurückgegangen, bedauerte Schmöckel. „Wir konnten 28 Jugend- und 18 Rettungsschwimmabzeichen abnehmen.“
Wangerlands stellvertretende Bürgermeisterin, Angelika Prieß-Tiemann, führte den Rückgang auf die demografische Entwicklung zurück. Die Ortsgruppe sei für ihre hohe Mobilität und Schnelligkeit bekannt, lobte stellvertretende Landrätin Marianne Kaiser-Fuchs die Rettungsschwimmer. Die Kritik von Arne Schmöckel, dass die Helfer bei Einsätzen von der Leitstelle nicht alarmiert würden, nahm sie mit und versprach Abhilfe. „Mit dem Umzug der Leitstelle sind wir aus dem Raster gefallen“, sagte Schmöckel.
Sportliche Erfolge feierten die Schwimmer bei der Bezirksmeisterschaft in Brake, sie holten den Meistertitel, berichtete Jugendwart Björn Hannemann.
Weniger erfolgreich verliefen die Verhandlungen mit dem Eigentümer der Halle, dem Domizil der Rettungsschwimmer in Hooksiel. Vorstandsmitglied Sandra Gerdes informierte über den derzeitigen Stand. „Unser Kaufgebot wurde abgelehnt.“ Das sei kein Grund zur Sorge, zumal der Pachtvertrag noch neun Jahre laufe und Zeit bleibe, ein neues Vereinsheim zu finden.
Der Vorsitzende wies in seinem Bericht auf die Vorstandswahlen 2013 hin. Da er und einige andere Vorstandsmitglieder nicht mehr zur Verfügung stehen, sollte man sich rechtzeitig über geeignete Nachfolger Gedanken machen. Den Posten von Marina Schmöckel als Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit übernahm Jeremia Weber.
