HOOKSIEL - Petrus meinte es gut mit den Hooksielern und ihren Gästen, denn ein fast wolkenloser blauer Himmel und strahlender Sonnenschein lockte zu den 5. Heringstagen nach Hooksiel. „Ich glaube, die Besucherzahlen vom letzten Jahr wurden sogar noch übertrumpft, obwohl wir dachten, das wäre gar nicht mehr möglich“, freute sich Richard Herfurth, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Hooksiel. Dank der vielfältigen Angebote war es aber anscheinend doch möglich.

Die Kinder konnten sich auf Karussells und kleinen Bahnen vergnügen oder in riesigen durchsichtigen Bällen über einen Pool manövrieren, hoch hinaus ging es für sie auf den Trampolins. Höhenflüge der besonderen Art boten die Hubschrauber-Rundflüge, die bei den Besuchern gut ankamen – allerdings unter manchen Anliegern für Verstimmung sorgten: Es gab mehrere Beschwerden wegen des Lärms. So mussten die Organisatoren der 5. Heringstage zunächst die Gemüter beruhigen. Unter anderem wurde vereinbart, dass der Hubschrauber in der Mittagszeit nicht fliegt.

Außerdem gab es zahlreiche Marktstände mit allerlei nützlichen oder einfach nur schönen Sachen zu entdecken und auch die Geschäfte an der Langen Straße hatten ausnahmslos geöffnet. Muschelmuseum und Künstlerhaus hatten ebenfalls geöffnet und freuten sich über interessierte Gäste – das Muschelmuseum sogar bei freiem Eintritt.

Auf den beiden Bühnen präsentierten verschiedene Bands und Chöre ein bunt gemischtes Unterhaltungsprogramm mit nonstop Livemusik, so dass für jeden Geschmack etwas dabei war. So sorgte am Samstagabend die F-Street-Band mit Bruce-Springsteen-Titeln für Stimmung.

Für die etwas verrücktere Version der Unterhaltung waren „De Spaßmakers“ zuständig, verkleidet als Lady Gaga oder auch als friesischer Chippendale, mit langer Unterhose, die bis unter die Arme reichte und einem sexy Feinrippunterhemd, sorgten sie beim Lapdance für Lachattacken.


Die Gaumenfreuden durften auf den 5. Hooksieler Heringstagen natürlich auch nicht fehlen, und so gab es von frischen, selbstgepulten Krabben über leckere Fischbrötchen bis zu wahren Schlemmermenüs alles, was das Herz begehrt. Nur der Namensgeber der Tage, der Hering, versteckte sich bisweilen etwas. Doch wer ihn fand, konnte ihn in vielen raffinierten Variationen verkosten. Unter anderem sogar als Bratwurst – ungewöhnlich, aber lecker.

Die Stimmung von Einheimischen und Gästen glich dem Wetter und war einfach gut.