HOOKSIEL - „Wir haben uns zwei Jahre lang intensiv bemüht, eine erträgliche Lösung für alle Beteiligten zu finden – ich glaube, das ist uns gelungen“, freute sich Wangerlands Erster Gemeinderat Manfred Meppen am Mittwochabend über den gelungenen Verkauf der Seniorenwohnanlage Hooksiel. Nach mehrstündigem Verhandlungsmarathon war der Kaufvertrag unterzeichnet worden (die NWZ berichtete). Dem Verkauf an die extra für diesen Zweck gegründete „Wohnpark Hooksiel KG & Co. KG“ der Berliner Firma hecura Invest muss jetzt noch der Gläubigerausschuss zustimmen – doch das ist wohl eher ein formaler Akt. „Ich hatte auf dieses Ergebnis gehofft und bin stolz darauf“, sagte Meppen.
Bestandteil des Vertragswerks sind zunächst nur die 26 Seniorenwohnungen aus der Insolvenzmasse. Der Verkauf des Gebäudeteils mit 19 Wohnungen, die sich bereits in Privatbesitz befinden, soll am Freitag beurkundet werden.
Wie Rainer Hettich, Gesellschafter der „Wohnpark Hooksiel“ und geschäftsführender Gesellschafter von hecura, mitteilte, werden in den nächsten Wochen Sicherungsmaßnahmen an den seit zwei Jahren halbfertigen Gebäuden vorgenommen.
„In vier Wochen stellen wir den Bauantrag zum Fertigbau und leichten Veränderungen“, kündigte Hettich an. Geplant sei, die Gebäude miteinander zu verbinden. Zudem soll eine Küche eingebaut werden, die sowohl die 90 Bewohner des Pflegebereichs als auch die Bewohner der Seniorenwohnungen versorgt.
Im Oktober 2008 soll die Anlage dann in Betrieb genommen werden. Dort entstehen 30 bis 40 Arbeitsplätze. Betrieben wird die Seniorenwohnanlage Hettich zufolge von der in Rheinland-Pfalz ansässigen Azurit-Gruppe, die bundesweit 20 Einrichtungen für Senioren betreibt.
