HOOKSIEL - Die Arbeiten für den neuen Sandstrand und die neue Dünenlandschaft beim Campingplatz in Hooksiel sind in vollem Gange. Im Einsatz sind 30 Lastwagen, die pro Tag mit 150 Fuhren rund 5000 Kubikmeter Sand zur Baustelle bringen. Sie fahren über den Hooksieler Kreisel und die Bäderstraße zur Deichüberfahrt gegenüber der Jaderennbahn. Der Sand stammt aus mehreren Entnahmestellen in Voslapp, Marx und Sande.

Die Wangerland Touristik (WTG) will die Attraktivität des Hooksieler Campingplatzes steigern. So sollen ein Sandstrand, eine Dünenlandschaft mit kleinen Wasserläufen und Wasserflächen, zwei Sanitär- und ein Aufenthaltsgebäude sowie ein Abenteuerspielplatz gebaut werden (die NWZ berichtete). Seit Dienstag informiert auch eine an der Bäderstraße aufgestellte Tafel über das Bauprojekt.

Friedo Gerdes, stellvertretender Geschäftsführer der WTG, zeigt sich über den Verlauf der Arbeiten bislang sehr zufrieden. „Wir liegen gut in der Zeit. Das Wetter muss allerdings mitspielen. Der Zeitdruck ist schon da“, denkt Gerdes an den 1. Oktober. Bis zum Beginn der Sturmflutzeit muss der Sandtransport beendet und die Deichquerung rückgebaut sein. Gerold Coners, Frank Schmidt und Ingo Harms von der Bauleitung der ausführenden Baufirmen Matthäi (Westerstede) und Wilhelm Meyer (Varel) sehen in dem engen Zeitplan aber kein Problem. „Wir sind zurzeit mit vier Baggern, zwei Raupen und einer Walze vor Ort. Es gibt keine Schwierigkeiten“, so die örtlichen Bauleiter. Bislang wurden der vom Wasser her abgetragene Kleiboden als Kern der neuen Dünen beim Hauptdeich zusammengeschoben, Oberboden abgetragen und Sand eingebaut.

Probleme mit Sandabtrag durch Sturmfluten sieht Gerdes indes nicht. „Zahlreiche Experten haben sich im Vorfeld dieser Baumaßnahme mit diesem Thema beschäftigt und gehen davon aus, dass sich der aufgefahrene und verdichtete Sand auch bei Sturmfluten hält. Diese Maßnahme wird von verschiedenen Seiten finanziell gefördert und muss daher auch nachhaltig sein“, so Gerdes. Insgesamt beläuft sich der Kostenrahmen auf rund 2,6 Millionen Euro. Die Europäische Union (EU) steuert 1,588 Millionen Euro bei, der Kreis 368 000 Euro. Die Wangerland Touristik muss 690 000 Euro aus der eigenen Tasche zahlen.

Mit dem Strandaufbau soll die Attraktivität des Campingplatzes gesteigert werden