Horst/Bad Zwischenahn - Milchviehhalterin aus Leidenschaft ist Jana Eilers schon lange – offiziell seit 2013, als sie nach Ausbildung zur Landwirtin und Abschluss der Unternehmerschule in den Betrieb ihrer Eltern in Horst mit einstieg.
Ab sofort darf sich die 27-Jährige, die sich im Vorstand der Junglandwirte im Kreislandvolk auch politisch für ihre Branche engagiert, zu den besten Milcherzeugern Niedersachsens zählen: Bei der Verleihung des 17. Milchlandpreises, der am Freitag im „Alten Kurhaus“ in Bad Zwischenahn vergeben wurde, wurde der Betrieb von Jana und ihren Eltern Heike (53) und Hans-Gerd Eilers (53) als einer der „Top 15“ von allen 8900 niedersächsischen Milcherzeugern ausgezeichnet. Im Beisein der Niedersächsischen Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast bekamen die drei eine Urkunde und die Kuh-Skulptur „Mini-Olga“ überreicht.
Familie Eilers bewirtschaftet in der Altgemeinde Schönemoor einen 85 Hektar großen Betrieb. Vor gut zwei Jahren investierte sie in einen modernen Laufstall für die Milchkühe und zwei Melkroboter, zugleich wurde der Bestand von zuvor 60 Milchkühen verdoppelt. Heute betreut Jana Eilers 125 Kühe, während sich ihre Eltern vorrangig um die 135 weiblichen Nachzuchttiere, einen Zucht- und 54 Mastbullen kümmern.
Konzipiert ist die Auszeichnung als „Unternehmerpreis für nachhaltiges Wirtschaften“, die Bewertung übernimmt eine 16-köpfige Fachjury, die nicht nur die Höfe, sondern auch deren Aktivitäten in puncto Ökologie, Tierwohl, Soziales und Ökonomie unter die Lupe nimmt.
Die Herde von Familie Eilers erbringt laut Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen (LVN) eine deutlich über dem Landesdurchschnitt liegende Milchleistung von rund 11 200 Kilogramm pro Kuh und Jahr bei einem Fettgehalt von 3,83 Prozent und einem Eiweißgehalt von 3,35 Prozent. Seine Milch liefert der Betrieb an die Frischli Milchwerke.
Allein als Wirtschaftsfaktoren sieht Jana Eilers ihre Kühe jedoch keineswegs: Sie kennt jede einzelne mit Namen und individuellen Eigenheiten. Selbst vom Wohnhaus aus hat sie ihre „Mitarbeiterinnen“ und deren Gesundheit via Handy-App und Stallkamera stets im Blick.
