Horsten - Auf dem ehemaligen Sprengplatz Zweiberge, nördlich vom Segelflugplatz Bohlenbergerfeld und unweit des Quarzwerkes Marx, hat sich viel getan: Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und die Ökologische Nabu-Station Ostfriesland haben die Landschaft dort verändert, um die Kreuzkröten und die Knoblauchkröten zu retten. Was genau die Behörden dort gemacht haben, können Interessierte bei einer Informationsveranstaltung erfahren: Der Landkreis Wittmund und die Ökologische NABU-Station Ostfriesland in Horsten berichten über die Arbeiten auf dem ehemaligen Sprengplatz Zweiberge. Am Donnerstag, 26. September, werden Hinrich Frerichs (Untere Naturschutzbehörde) und Michael Steven (ÖNSOF) das Gebiet und die Maßnahmen im Bürgerhaus vorstellen. Beginn ist um 19 Uhr im Bürgerhaus in Horsten. Kurze Anmeldungen sind an michael.steven@NABU-Station-Ostfriesland.de erbeten.
Der ehemalige Sprengplatz war für viele Spaziergänger und Naturfreunde ein regelrechtes Naherholungsgebiet, bis die Bagger anrückten. Der Aufschrei war zunächst groß. Doch der Schein kann trügen: Was für Menschen aussah wie ein wunderbares Kleinod der Natur, hat für einige tierische Bewohner immer schlechtere Lebensbedingungen geboten. Auf dem ehemaligen Sprengplatz hat deswegen der Mensch in die Natur eingegriffen. Douglasien, Birken, Traubenkirschen und einige einzelne Kiefern und Weiden wurden gefällt.
Der ehemalige Sprengplatz Zweiberge beherbergt eine bemerkenswerte Ausstattung an seltenen Tier- und Pflanzenarten, die für nährstoffarme Heide- und Moorlandschaften der Geest charakteristisch sind. Ohne Gegenmaßnahmen würden Bewaldung und Verschlammung die Biotope, die aus nährstoffarmen Stillgewässern, Heideflächen und offene Sandflächen bestehen, zerstören.
