HORUMERSIEL - Abwechselungsreiches Segelwetter wurde den Teilnehmern der 42. Horum-Regatta am Wochenende beschert: 52 Yachten hatten sich zur traditionsreichen Wettfahrt der Segelkameradschaft Horumersiel (SKHS) angemeldet. Damit blieb die Meldezahl hinter dem Vorjahr zurück. Die Teilnehmer kamen aus dem gesamtem Jaderevier und dem benachbarten Harlesiel. „Von den Ostfriesischen Inseln traut sich offenbar niemand in fremdes Revier“, mutmaßt 1. Vorsitzender Weert Siuts.
Eigentlich hatte Regattawart Tanno Kruse einen bis zur Schlüsseltonne vor der Weser und zu den Nordergründen hinausreichenden Wettfahrtkurs segeln lassen wollen. Aber die Vorhersage ließ wenig Wind erwarten, so dass die Bahn vor Wangerooge bis zur Harle-Ansteuerung, dann Richtung Norden bis zur Jadetonne 5 und wieder zurück in die Innenjade ausgelegt wurde. Bei südwestlichen Winden um 3 bis 4 Beaufort gingen die Yachten ab 10.10 Uhr in drei Starts auf den Regattakurs.
Schon eine dreiviertel Stunde nach dem Start sackte der Wind zusammen, eine Regenfront baute sich auf. In nahezu Windstille trieb das Teilnehmerfeld mit dem Ebbstrom um Minsener Oog in die Außenjade. „Hier verloren schon die ersten Skipper die Geduld“, sagte Regattawart Kruse: Mehrere Boote gaben auf.
Das Warten aber lohnte sich, denn bevor es zu regnen begann, kam frischer Wind auf. Hoch am Wind wurde in Sichtweite der Wangerooger Strandpromenade gesegelt. Der Wind frischte weiter auf und erreichte Stärke 5 in Böen 6, dabei fiel zeitweise Regen. Aber auch der war bald durch und damit nahm auch der Wind wieder ab.
Die Regattaleitung entschloss sich, den abschließenden Kurs vor Schillig zu streichen. Nach rund fünf Stunden war das Hauptfeld wieder im Ziel. „Das Problem heute waren die wechselnden Windverhältnisse. Von Flaute bis Windstärke sechs haben wir alles gehabt“, sagte 1. Vorsitzender Weert Siuts bei der Preisverteilung. Dennoch gehe die Mehrzahl der Segelsportler zufrieden nach Hause. Der Vorsitzende dankte dem Regattateam für die Organisation, DGzRS und DLRG Wangerland sowie der Besatzung der „Hilka“.
Den erstmals ausgesegelten Wanderpreis für das schnellste SKHS-Boot auf der großen Bahn – das original „Balmoral“-Steuerrad – gewann Henning Gerken mit „Dreebeen“. Das erfolgreichste Vereinsteam stellte der Wilhelmshavener Segelclub (WSC) und sicherte sich damit erneut den ewigen Wanderpreis, die Mellumbake. Die meisten auswärtigen Teilnehmer, nämlich elf Yachten, kamen vom Nachbarn WSV Hooksiel. Mit den Wanderpreisen für die bahnschnellsten Boote wurden „Trine“, „Easy“, „Skaga“ und „Westenwind“ ausgezeichnet. Bei den Mehrrümpfern ging dieser Preis an „Manta“.
