Horumersiel - Viel Regen und eine sehr unbeständige Wetterlage im Sommer haben den vierten Rekord in Folge verhindert: Zwar konnte die Zwei-Millionen-Marke bei Übernachtungen im Wangerland 2017 erneut überschritten werden, doch im Vergleich zu 2016 sank die Zahl der Übernachtungen um 1,36 Prozent auf 2 016 196.
„Trotz der Wetterlage, die uns arge Probleme bereitet hat, konnten wir aber die Zwei-Millionen-Marke halten“, sagte Armin Kanning, Geschäftsführer der Wangerland Touristik, am Donnerstag bei der Vorstellung der Tourismus-Statistik 2017.
Auch bei den Gästezahlen verzeichnet das Wangerland diesmal einen leichten Rückgang: 313 645 Urlauber besuchten das Wangerland im vergangenen Jahr, 2016 waren es noch 325 341 (minus 3,59 Prozent, siehe Grafik). Hinzu kommen 165 404 Tagesgäste an den Stränden des Wangerlands, 2016 waren es 182 542. Der Rückgang ist mit 9,39 Prozent deutlich.
Besonders sichtbar wird das Minus auch bei den Campingplätzen in Hooksiel und Schillig. „Während Hotels und Ferienwohnungen meistens lange im Vorfeld gebucht werden, entscheiden Camper und Tagesgast mit dem Blick nach oben“, sagte Kanning.
Während sich die spät liegenden Osterfeiertage in Verbindung mit Himmelfahrt und Pfingsten noch positiv auf die Tourismuszahlen im Wangerland ausgewirkt hatten, war es ab Juli vorbei mit dem guten Wetter und damit auch mit den bis dahin herausragenden Zuwächsen. Der Campingplatz Schillig verzeichnete 51 462 Gäste gegenüber 60 358 in 2016. Das ist ein Rückgang von 14,74 Prozent. Auch bei den Übernachtungen gab es ein Minus von 7,41 Prozent (2016: 334 416 Nächte; 2017: 309 632 Nächte).
Ein ähnliches Bild beim Campingplatz Hooksiel: 36 787 Gäste kamen, 2016 waren es 42 174 (minus 12,77 Prozent). Bei bei Übernachtungen gab es ein Minus von 9,49 Prozent (2016: 228933; 2017: 207 199).
Entsprechend beliebt waren die Indoor-Einrichtungen – die Saunen der beiden Schwimmbäder liegen bei Plus 18 Prozent. Beim Hallenwellenbad Hooksiel gab es einen Zuwachs um 5,24 Prozent auf 72 448 Besucher. Etwas weniger Besucher kamen in die Friesland-Therme (minus 4,32 Prozent).
Die Urlauber sind aber länger geblieben: Im Schnitt 6,43 Tagen (2016: 6,28 Tage).
Laut Statistik haben nicht alle Urlaubsorte und Gastgeber gleichermaßen profitiert: Die Hotels, Gaststätten und Privatunterkünfte verzeichneten bei Übernachtungen in Hooksiel ein Plus von 3,94 Prozent, in Minsen-Förrien von 2,4 Prozent und in Hohenkirchen von 9,49 Prozent.
Die Kurkliniken und Kurhäuser verzeichneten 8925 Gäste und 17 8913 Übernachtungen.
2018 richtet die WTG ihren Blick auf die Campingplätze in Hooksiel und Schillig. „Schillig entstand 1949, Hooksiel 1974. Die sollen nun zukunftsfähig gemacht werden“, sagte Friedo Gerdes. Investitionen sind ab 2019 geplant.
