HORUMERSIEL - Die Horum-Regatta der Segelkameradschaft Horumersiel (SKHS) scheint eine Veranstaltung der Wetterextreme zu werden: Nach zwei windreichen Jahren herrschte zur 41. Auflage Flaute: Während die Boote vor Wangerooge im Ebbstrom trieben, suchten die Skipper vergebens nach Windfeldern.

Später kehrte der Wind zurück und 57 der 60 gestarteten Schiffe gingen durchs Ziel. „Ein rundum gelungener Regattatag“, bilanzierte 1. Vorsitzender Weert Siuts am Abend.

Die Wetterprognosen für den Samstag hatten schon am Vorabend Skepsis aufkommen lassen. „Zu wenig Wind“, glaubte viele Segler. Es kam, wie vorhergesagt: Zwar wehte zum Start kurz nach 9 Uhr auf Schillig-Reede noch ein laues Lüftchen aus Nordnordwest, doch gut eine Stunde später schlief der Wind ein. Da befand sich das Feld der Yachten noch dicht beisammen in Höhe Blauer Balje. Jeder Lufthauch wurde ausgenutzt, um der Wendemarke näher zu kommen. Die Regattaleitung hatte zu diesem Zeitpunkt bereits per Seefunk mitgeteilt, dass die „Flautenbahn“ gesegelt, das heißt der Regattakurs abgekürzt wird.

Die Flut hatte eingesetzt, als die ersten Boote die Wendemarke erreichten und für die Rückfahrt die Spinnaker setzen konnten. So ging nach 5:40:12 Stunden „Truwen“ (Werner Hinrichs, SKHS) als erster über die Ziellinie. Schneller war lediglich der Trimaran „Dreebeen“ (Henning Gerken, SKHS). Auf Bahn B segelte „Nauta“ (Bernhard Lauts, SKHS) am schnellsten. Die C-Bahn gewann „Rasmus“ (Jan Gerdes, SKHS) als schnellstes Schiff.

Die Preisverteilung nahmen Weert Siuts und Regattawart Tanno Kruse vor. Siuts dankte besonders den Sponsoren sowie den Besatzungen der Begleitboote der DLRG und der DGzRS für die Sicherungsarbeit.


Der Vereinswanderpreis Mellumbake für das erfolgreichste Vereinsteam ging erneut an den Wilhelmshavener Segelclub. Das Jade-Relief für die zahlenmäßig größte Vereinsabordnung wurde wiederum vom WSV Hooksiel gewonnen.