HOSüNE - „Die sind fit hier, die Leute“, betonte am Mittwoch Kontrolleur Christian Strohmeyer, nachdem er das rund 3000 Artikel umfassende Sortiment im Naturkostfachgeschäft Kornkraft in Huntlosen-Hosüne unter die Lupe genommen hatte. Im Auftrag des Bundesverbandes Naturkost-Naturwaren-Einzelhandel (BNN Einzelhandel) überprüfte Strohmeyer den Warenfluss, die Öko-Zertifikate der Lieferanten und ihre Zutatenlisten sowie Etiketten der Waren in den Regalen. Es gab nichts zu beanstanden bei der Begutachtung von Obst und Gemüse, Molkerei- und Getreideprodukten, Fleischwaren, Getränken, Tiefkühlkost und weiteren Öko-Lebensmitteln, die der Laden verkauft.
Diese Prüfung erfolgt alle zwei Jahre, um sicherzustellen, dass die Waren den strengen Sortimentsrichtlinien des BNN Einzelhandels entsprechen. Die Mitgliedsgeschäfte des BNN sind an ihrem Kennzeichen, dem großen „N“ zu erkennen. Ein Gütesiegel, das dem Kunden optimale Sicherheit beim Einkauf verspricht. „Bei diesen Geschäften können sie blind ins Regal greifen, hier gibt es nur Bio“, so Kontrolleur Strohmeyer. Das sei leider nicht überall der Fall.
„Bio kriegt man heute an allen Ecken“, sagte Strohmeyer. Jedoch seien vielfach Biowaren und konventionell produzierte Dinge nicht klar voneinander getrennt in den Regalen zu finden. In den vom BNN kontrollierten Naturkostfachgeschäften sei hingegen alles 100 Prozent Bio. Und das nicht nur nach den Kriterien der EU-Ökoverordnung, sondern vielfach auch darüber hinaus, wenn es um Produkte anerkannter ökologischer Anbauverbände wie Bioland oder Demeter geht, die laut Bioladen-Inhaberin Sabine Möller-Schritt oft noch sehr viel strengere Richtlinien für Produktion und Verarbeitung von Öko-Lebensmitteln haben.
Der Kornkraft-Bioladen ist seit Jahren Mitglied im BNN. Die regelmäßigen Kontrollen sollen dem Kunden Sicherheit bieten. Auch wird auf umfassende fachliche Beratung Wert gelegt. Mitarbeiter werden ständig geschult, berichtet Sabine Möller-Schritt.
Da immer mehr Verbraucher wissen wollen, woher ihre Produkte kommen, wird darauf geachtet, möglichst viele Waren aus regionalem Anbau oder norddeutscher Herstellung anzubieten, berichtete die Inhaberin beim Pressegespräch am Mittwoch. Diese Produkte seien an der Kennzeichnung „Bio von hier“ leicht zu erkennen.
