Die Rekonstruktion der Festungsinsel Langlütjen II in der Wesermündung nimmt konkrete Formen an: Der Besitzer und Bremer Kaufmann Jens-Torsten Bausch will zehn Millionen Euro investieren, um die Küstenbatterie wieder in den Originalzustand zu versetzen.
Die unter Denkmalschutz stehende, rund 16 000 Quadratmeter große Insel hatte der Unternehmer im Januar 2006 vom Bundesamt für Immobilienaufgaben erworben. Er begann sogleich damit, das im Naturschutzgebiet liegende Eiland vor dem weiteren Verfall zu schützen. Das sei ihm bis jetzt gelungen, sagte Bausch auf Anfrage der NWZ . Es sei ein Hobby von ihm, Immobilien in exponierter Lage zu erwerben und wieder nutzbar zu machen. Langlütjen II werde er für die Öffentlichkeit zugänglich machen. Der Geschäftsmann möchte einen Hotelbetrieb mit Übernachtungsmöglichkeiten integrieren. Das Bauwerk, in den Jahren 1872 bis 1876 auf einer künstlich angelegten Insel entstanden, bezeichnet der Besitzer als eine Attraktion für Touristen und Historiker gleichermaßen.
Es nimmt laut Bausch viel Zeit in Anspruch, die Genehmigungsverfahren in Bewegung zu setzen. Er ist indes zuversichtlich, das Projekt umsetzen zu können. Rund 800 000 Euro hat der Bremer schon für die 200 fehlenden Sandsteinquader eingeplant, die der Blanke Hans fortgerissen hat. Der ursprünglich verbaute Stein aus dem Weserbergland sei jedoch zu teuer. Indischer Sandstein komme dem Original sehr nahe und sei zudem kostengünstiger.
