Berlin - Die Hotellerie in Deutschland ist besorgt über die Konkurrenz durch die Vermittlung von Privatwohnungen im Internet. Bei der Vermietung von Apartments über Plattformen wie Airbnb und Wimdu gebe es ein rechtliches Vakuum, sagte der Vorsitzende des Hotelverbands IHA, Fritz Dreesen, am Mittwoch. Dies gehe „auf Kosten der Verbraucher, Anwohner und Steuerzahler und verzerrt den Wettbewerb zur stark reglementierten Hotellerie“.
Noch drastischer drückte es Hauptgeschäftsführer Markus Luthe aus: „Wir sitzen auf einem Pulverfass“, sagt er. „Das Geschäftsmodell ist geeignet, die Grundlagen von Tourismus zu gefährden.“
Kritische Wort gab es auch in Richtung von Hotel-Buchungsportalen. Einerseits sei man interessiert an einer Zusammenarbeit. Die Preise wolle man sich aber nicht diktieren lassen.
Nichtsdestotrotz verzeichneten die deutschen Hotels, Gasthöfe und Pensionen im vergangenen Jahr 272 Millionen Übernachtungen. Das sind 3,4 Prozent mehr als 2014 und ein neuer Spitzenwert. Für dieses Jahr rechnet die Branche mit einem weiteren Anstieg von zwei Prozent.
