HOUSTON/WASHINGTON - HOUSTON/WASHINGTON/DPA - In einem der spektakulärsten Wirtschaftsbetrugsprozesse in den USA sind die beiden ehemaligen Enron-Chefs Jeffrey Skilling und Kenneth Lay schuldig gesprochen worden. Den Ex-Chefs des einst weltgrößten Energiehändlers drohen lebenslange Haftstrafen. Die Anklage hatte Lay (64) und Skilling (52) Betrug in großem Stil vorgeworfen. Sie hätten die Aktionäre mit rosigen Prognosen hinters Licht geführt, obwohl beide die prekäre Finanzlage kannten. Enron war einst eines der zehn größten US-Unternehmen mit einem Börsenwert von mehr als 60 Milliarden Dollar. Die Schulden wurden in dubiosen Partnerschaften versteckt, an denen sich Finanzchef Andrew Fastow bereichert hatte. Der Aktienkurs stürzte von über 90 Dollar auf unter 30 Cent. 2001 musste das Unternehmen Gläubigerschutz beantragen. Investoren verloren Milliarden, Angestellte ihre Altersvorsorge.
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