HOYKENKAMP - Elf Niederlagen in dieser Saison, eine davon beim Spiel gegen den Hamburger SV am vergangenen Sonnabend. Die schwache Leistung der Werder-Spieler macht sich nicht nur in den Stadien bemerkbar. Auch an den Kneipen und Gaststätten geht die miserable Spielserie nicht ohne weiteres vorüber.
Ganz im Gegenteil: Rainer Kollmann, Inhaber des Stedinger Hofs in Bookholzberg, überlegt sogar, die Fußball-Übertragung einzustellen. Ein oder zwei Kohlgruppen mehr würden sich derzeit eher rentieren als die Werder-Spiele, rechnet Kollmann, dessen Gaststätte zu den offiziellen Werder-Fankneipen gehört. Nur zehn bis 15 Leute kommen derzeit zu den Spielen des Norddeutschen Clubs. In guten Zeiten hatten wir hier die Hütte voll, erinnert sich der Wirt. Doch das ist lange her. Im Moment ist es schwer einzuschätzen, wie viele Leute kommen, erklärt Kollmann. So stehen oft drei Kellnerinnen bereit, gebraucht wird dann oft höchstens eine.
Auch Gerhard Menkens, Inhaber der Gaststätte Zum grünen Hof, hat weniger Gäste zu den Spielen der Grün-Weißen. Das Interesse an dem Verein fällt und steigt mit dem Erfolg. So ist es leider, erklärt Menkens. Wo sonst über 100 Fans gemeinsam jubelten, sitzen nun knapp 60. Wenn man rechnet, dass jeder Gast fünf bis acht Euro ausgibt, macht sich das natürlich auch im Umsatz bemerkbar, so der Inhaber und bekennende Werder-Fan. Trotzdem soll es hier auch in Zukunft Übertragungen auf Großbildleinwand geben.
Der Gastronom ist optimistisch: Trotz des 14. Tabellenplatzes wird Werder nicht absteigen. Da gibt es noch einige Heimspiele, die zu schaffen sind. Allerdings müssten die Werder-Spieler dazu endlich wieder als Mannschaft agieren, sieht Menkens Verbesserungsbedarf.
