Hamburg - Die Staatsanwaltschaft hat im Prozess gegen den früheren Vorstand der HSH Nordbank Bewährungsstrafen bis zu einem Jahr und zehn Monaten gefordert. Die sechs Angeklagten sollen auch hohe Geldbußen zahlen, erklärte die Anklagebehörde am Mittwoch vor dem Hamburger Landgericht.

Die höchste Strafforderung erhielt mit einem Jahr und zehn Monaten der frühere Kapitalmarkt-Vorstand Jochen Friedrich, der zudem 100 000 Euro Geldbuße zahlen soll. Bei dem prominentesten Angeklagten, dem früheren Vorstandschef Dirk Jens Nonnenmacher, lautet die Forderung ein Jahr und drei Monate plus 150 000 Euro Geldbuße.

Die Staatsanwaltschaft hält den Ex-Vorstand der HSH der Untreue in einem besonders schweren Fall für schuldig. Den angeklagten wirtschaftlichen Schaden reduzierte die Behörde jedoch jetzt von 158 auf 52,6 Millionen Euro.